PressemitteilungNummer: 0097Datum: 03/18/2019

Startschuss für Sanierung des Dicken Turms gefallen


Startschuss für Sanierung des Dicken Turms gefallen
Gemeinderat gibt die ersten beiden Bauabschnitte der Innensanierung des Esslinger Wahrzeichens frei.

„Jetzt kann es losgehen. Wir wecken den Dicken Turm aus seinem Dornröschenschlaf.“ freut sich Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger nach der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses des Gemeinderats am 18. März. Das Gremium hatte wie schon der Betriebsausschuss Städtische Gebäude zuvor einstimmig beschlossen, die ersten beiden Bauabschnitte der geplanten Innensanierung des Esslinger Wahrzeichens anzugehen.

Möglich werde dies, so Finanzbürgermeister Ingo Rust, nach zwei Großspenden, die in den letzten Monaten eingegangen bzw. zugesagt wurden. „Wir bedanken uns ausdrücklich bei der Firma Festo und dem Esslinger Burgverein, die durch ihre Spenden den Startschuss für dieses Projekt möglich gemacht haben.“, so OB Zieger.

Somit können die ersten beiden Bauabschnitte realisiert werden. Mit diesen wäre die so genannte „Burgstube“ ein Raum im zweitobersten Stockwerk des Turms mit ca. 40 Plätzen wieder für Veranstaltungen hergerichtet und auch barrierefrei über einen neuen Aufzug erreichbar. Außerdem umfasst der Beschluss die Sanierung der Sanitäranlagen, den Rückbau der alten Küche und die Herstellung brandschutzgerechter Fluchtwege.

Das Gesamtbauvolumen beträgt rund 860.000 Euro. Begonnen werden soll, laut Finanzbürgermeister Rust, noch in diesem Jahr, so dass nach rund einjähriger Bauzeit der Dicke Turm Ende 2020 wieder nutzbar sein soll.


Hintergrund:

Seit 2011 liegt der Dicke Turm auf der Esslinger Burg buchstäblich im Dornröschenschlaf. Nachdem der letzte Restaurantpächter geschlossen hatte und auch kein Nachfolger zu finden war, hatte die Stadtverwaltung 2015 ein Sanierungskonzept für die Esslinger Burg vorgelegt, das für den Dicken Turm eine Nutzung als anmietbare „Catering Location“ vorsah. Die Außensanierung des Wahrzeichens hatte die Stadt im Finanzierungsplan vorgesehen, die Innensanierung hingegen sollte durch Spenden finanziert werden.

Nachdem die Spendenaquise durch den Esslinger Burgverein erste Erfolge zeigte, beschloss der Gemeinderat 2018, dass mit der Sanierung des Dicken Turm begonnen werden sollte, sobald die Hälfte der geschätzten Baukosten als Spenden eingegangen sind – zunächst begrenzt auf den ersten Bauabschnitt.

Nachdem zum einen eine Spende von 300.000 Euro der Firma Festo eingegangen war und der Esslinger Burgverein weitere 150.000 Euro zugesagt hat, hat der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats in seiner Sitzung am 18. März 2019 beschlossen, die ersten beiden Bauabschnitte freizugeben. Zugleich wird untersucht, ob mit den übrigen Spendenmitteln mit einem Teil des dritten Bauabschnitte begonnen werden kann.

gez. Roland Karpentier
Pressereferent



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