PressemitteilungNummer: 0532Datum: 12/17/2018

Stadt stärkt Profil als serviceorientierter, attraktiver Arbeitgeber


Stadt stärkt mit neuen Stellen Profil als serviceorientierter, attraktiver Arbeitgeber

Gemeinderat beschließt Personal -und Servicepaket für Verwaltung wie für Kindertageseinrichtungen

Der Esslinger Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 17.12.2018 auf Vorschlag der Verwaltungsspitze rund 33 neue Stellen (32,75) in der Stadtverwaltung für das Jahr 2019 beschlossen. Zugleich beschloss der Gemeinderat ein umfangreiches Paket zur Bindung von MitarbeiterInnen sowie zur notwendigen Gewinnung von zusätzlichen Fachkräften in den Kindertageseinrichtungen.

Die neuen Stellen zur Verbesserung der Service- und Leistungsqualität in der Stadtverwaltung werden während des laufenden Haushaltsjahres 2018/2019 im Vorgriff auf den Stellenplan 2020/21 neu geschaffen. Hintergrund für die vorgezogenen Stellenschaffungen sind gestiegene Erwartungen der Bürgerschaft an die Servicequalität der Stadtverwaltung, aber auch neue gesetzliche Vorgaben sowie zusätzliche Aufgaben. Diese umfassen etwa die Elektronische Vergabe, Datenschutz, die Erweiterung der Baustellenkontrollen oder die verbesserte Steuerung in der Kommunikation städtischer Großprojekte. Neuregelungen im Umsatzsteuerrecht machen ein so genanntes Tax Compliance Management System erforderlich. "Industrie 4.0 heißt, das auch die Stadtverwaltung den Weg zur Verwaltung 4.0 gehen muss. Deshalb benötigen wir auch für die Erarbeitung und spätere Umsetzung der Digitalisierungsstrategie der Stadt Esslingen wie etwa in einer neuen Stabsstelle Digitalisierung zusätzliches Personal", betonte OBM Dr. Zieger im Gemeinderat. "Ziel der gesamtstädtischen Service- und Personaloffensive ist es, sowohl die Bildungslandschaft unserer Stadt weiter auszubauen und qualitativ weiterzuentwickeln. Zugleich soll das Profil der Stadt Esslingen in einem wettbewerbsorientierten Markt als ein attraktiver und familienfreundlicher Arbeitgeber geschärft werden. Für das Verständnis und die Unterstützung bin ich für die gesamte Mitarbeiterschaft dem Gemeinderat sehr dankbar", so OB Zieger.

Darüber hinaus hat der Gemeinderat selbst im Jahr 2018 zahlreiche zusätzliche Angebote und Serviceverbesserungen in der Verwaltung beschlossen, die einen Personalbedarf von knapp 10 Stellen ( 9,75) nach sich ziehen, u. a. Erweiterung des Gewerbegebietsmanagements in der Wirtschaftsförderung, die Erhöhung der Sauberkeit in der Stadt, die Ausweitung der Baumpflege, ein erweitertes Personalmanagement und die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements in der Stadtverwaltung. Zudem waren Stellenschaffungen in manchen Bereichen aufgrund erheblicher Arbeitsvermehrung und bereits vorliegenden Überlastungsanzeigen dringend erforderlich, vor allem im Bereich der Feuerwehr und der Straßensanierungen. Ein kleiner Anteil der Stellenneuschaffungen sind so genannte Entfristungen, bei denen bereits geschaffene befristete Stellen in unbefristete Stellen umgewandelt werden. Dies ist dann der Fall, wenn eine zunächst als befristet angesehene Aufgabe weiter besteht und bereits eingestelltes Personal diese Aufgabe auch weiter abwickeln soll.

Die durch die Personaloffensive zur Gewinnung zusätzlicher MitarbeiterInnen entstehenden Personal-Mehrkosten liegen bei rund 1,8 Mio. EURO für das Jahr 2019, die bislang nicht im Haushalt vorgesehen waren. Ein Nachtragshaushalt konnte jedoch vermieden werden, die Deckung kann dank Stellenvakanzen, Mehrerträgen und einer geringeren Kreisumlage 2019 gestemmt werden. „Dies sind wichtige Schritte unseres ehrgeizigen und stufenweisen Stellen- und Personalgewinnungspakets, denen weitere Schritte folgen müssen“ so OB Dr. Zieger. So sollen weitere Stellenbedarfe, auch im Bereich der KITAS, im Rahmen der regulären Stellenplanberatungen im Rahmen des Haushalts 2020/2021 beraten werden.

Maßnahmenpaket zur Gewinnung von Fachkräften in Kindertageseinrichtungen

Das Thema Fachkräftemangel ist für alle Träger von Kindertageseinrichtungen von hoher Relevanz. Auch die Stadt Esslingen kann derzeit 9 Gruppen nicht in Betrieb nehmen und begegnet mit einem umfangreichen Paket dem Fachkräftemangel in den Kitas. Der Focus des städtischen Gesamtpaketes liegt dabei auf der Mitarbeiterbindung und in der Personalgewinnung. Die Themen Mitarbeiterförderung, Führungskräfteentwicklung sowie Belegplätze für Kinder von Mitarbeitern werden mit aufgegriffen. Die Einzelschritte aus den einzelnen Handlungsfeldern wirken sich positiv aufeinander aus. Eine Personalanalyse hat ergeben, dass es attraktivere Rahmenbedingungen braucht, um Mitarbeiter zu binden und möglichst langfristig zu halten. Gleichzeitig lassen sich dadurch auch neue Fachkräfte gewinnen. Bessere Rahmenbedingungen ermöglichen eine höhere Qualität und führen zu weniger Belastung im Alltag.

„Gemeinderat und Verwaltung sind der Überzeugung, dass die beschlossenen Einzelschritte wie Leitungsfreistellungen, Erhöhung und Anpassung der Verfügungszeit, sicheres Einkommen, Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze, sowie Projekte im Gesundheitsschutz am effektivsten zu einer Verbesserung der Situation führen“, so Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger. Durch eine Verbesserung des Personalschlüssels erhöht sich die Arbeitsqualität, ebenso entstehen zusätzliche Ressourcen für die Weiterentwicklung der Qualität in den Kindertageseinrichtungen. Dies fördert die Arbeitszufriedenheit und die Identifikation der Mitarbeiter mit der Einrichtung. Geplant ist eine Evaluation des Gesamtpaketes.

gez. Roland Karpentier

Pressereferent





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