PressemitteilungNummer: 0102Datum: 02/18/2011

Wettbewerb NEUE WESTSTADT entschieden



Wettbewerb NEUE WESTSTADT entschieden

Am vergangenen Donnerstag (17.2.) hat das Preisgericht im städtebaulichen Wettbewerbsverfahren NEUE WESTSTADT in Esslingen am Neckar seine einstimmige Entscheidung getroffen: die NEUE WESTSTADT auf dem ehemaligen Güterbahnhof und Hengstenberg-Areal, das jetzt den Namen NEUE WESTSTADT trägt, soll auf der Grundlage der Vorschläge des Stuttgarter Stadtplanungsbüros LEHEN DREI entwickelt werden. Die Arbeit setzte sich gegen insgesamt 30 Mitbewerber durch. "Mit dieser Arbeit verfügt die Stadt Esslingen jetzt über zukunftsweisende Strukturen zur Entwicklung und Realisierung eines urbanen und klimaneutralen Stadtquartiers, das für die gesamte Stadt enorme Potentiale besitzt", unterstrich Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger die positive Einschätzung des Preisgerichtes.

Auf 10 Hektar Fläche entwickelten die Preisträger ein städtebauliches Konzept, das mit seiner behutsamen Zusammenführung der alten und neuen Weststadt überzeugen konnte. In neun individuellen Höfen sollen künftig bis zu 560 neue Wohnungen und 66 000 qm Flächen für Arbeitsplätze entstehen. Ein zentraler Platz an der Schlachthausstraße bildet den Mittelpunkt des erweiterten Stadtteils, die Wege aus dem Hengstenberg-Areal, der alten Weststadt und vom Neckaruferpark, der über eine Brücke hierher verbunden wird, sollen sich alle an dieser Stelle treffen. Es dominieren 3 bis 5 geschossige Gebäude, die mit dieser Höhenentwicklung und ihrer ausdifferenzierten Gestaltung eine eigenständige moderne Haltung aufweisen und sich gleichzeitig mühelos in den vorhandenen Stadtteil einfügen. Am Roßneckarkanal entstehen attraktive Frei-, Spiel- und Grünflächen, die dem Stadtteil insgesamt dienen werden.

"Auch auf dem Hengstenberg-Areal wird die Qualität nahtlos fortgesetzt und angemessen mit dem Thema Arbeiten und Wohnen am Rossneckarkanal umgegangen" ist Baubürgermeister Wilfried Wallbrecht begeistert. Zugleich lobte er die vielfältigen Ansätze zur Realisierung des geplanten Neckaruferparks. Die Arbeit von LEHEN DREI ist nach Ansicht des Preisgerichtes auch sehr gut geeignet, den hochgesteckten Klimazielen der Stadt aus der jüngst gestarteten Kampagne ESSLINGEN & CO gerecht zu werden. Die Ausrichtung der Gebäude ermöglicht maximale Sonneneinstrahlung und bildet somit beste Voraussetzungen für eine breite passive und aktive Sonnenenergienutzung. "Damit wird das Ziel, ein klimaneutrales Quartier zu errichten, erreicht werden können", so BM Wallbrecht.

Sehr zufrieden mit dem Verlauf des Verfahrens und den Ergebnissen ist auch der Vorsitzende des Preisgerichtes, Wolfgang Riehle, Präsident der baden-württembergischen Architektenkammer: "Alle Arbeiten, die in die engere Wahl kamen, bewegten sich auf hohem Niveau". So sei man in der komfortablen Lage gewesen, unter guten Vorschlägen den besten herauszusuchen. Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger zeigte sich denn auch hoch zufrieden: " Mit der Arbeit von LEHEN DREI liegt nun ein Vorschlag auf dem Tisch, der tragfähige Strukturen für die weitere Entwicklung dieses wichtigen neuen Stadtquartiers aufzeigt. Im nächsten Schritt wollen wir jetzt mit den Bürgern auf der Grundlage der Preisträgerarbeit die Planungen zur Neuen Weststadt weiter vorantreiben. Dazu setzen wir auf breite Information und Dialog mit zahlreichen Workshops", so OB Zieger.

Information und Dialog

Dazu ist nach Angaben der Stadtverwaltung vorgesehen, Anfang April mit interessierten Bürgern einen öffentlichen "Workshop" durchzuführen: dabei soll der vorliegende Plan u.a. hinsichtlich der Anforderungen an Freiflächen, an die öffentliche Räume, an die Durchmischung und Vielfalt sowie an die Integration in die Weststadt diskutiert werden und mit Empfehlungen an den Gemeinderat ergänzt werden. "Noch vor der Sommerpause wird sich der Gemeinderat mit den dabei gewonnenen Empfehlungen intensiv befassen und dann einen "Rahmenplan" beschließen. Dieser stellt dann die Basis ist für den Bebauungsplan und die Ausbaupläne dar". Zu der öffentlichen Veranstaltung wird die Stadtverwaltung rechtzeitig einladen.

Weiterer Zeitplan

Sobald die umfangreiche Bürgerbeteiligung abgeschlossen und der Rahmenplan im Sommer verabschiedet sein wird, kann die Stadtverwaltung an die Erarbeitung eines Bebauungsplanes gehen und ab Herbst auch in die Vermarktung mit dem Ziel einsteigen, einzelne Tranchen durch das Engagement privater Investoren zu realisieren. "Aus heutiger Sicht gehen wir von einem ersten Baubeginn nicht vor 2013 aus, auf dem Hengstenbergareal bereits 2012", sagte Wallbrecht zum weiteren Zeithorizont. Unabhängig davon läuft der Straßenbau auf der Südtangente um den Hauptbahnhof voraussichtlich ab Mai 2011 weiter.

Ausstellung und Führungen

Alle Arbeiten des Wettbewerbes sind von Samstag, 19. Februar bis zum kommenden Freitag, 25. Februar jeweils von 14 Uhr bis 18 Uhr in der neuen Volkshochschule (VHS) auf dem Hengstenberg-Areal (Mettinger Strasse 125) zu besichtigen: Die Arbeiten werden im sog. Westflügel im 1.OG ausgestellt und sind auch mit dem Aufzug erreichbar.
Am Sonntag, 20. Februar, bietet das Stadtplanungs- und Stadtmessungsamt um 15 Uhr eine öffentliche Führung an.
Darüberhinaus ergeht an alle Nachbarn der Neuen Weststadt für den Donnerstag, 24. Februar noch eine gesonderte Einladung für eine weitere Führung.


gez. Roland Karpentier
Pressereferent

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