PressemitteilungNummer: 0199Datum: 05/11/2018

Erste Hochwacht-Stipendiatin in Esslingen


Die erste Hochwacht-Stipendiatin bezieht die Hochwacht

Anfang Mai ist Marlene Kleiner, die erste Hochwacht-Stipendiatin, in die Hochwacht auf der mittelalterlichen Stadtbefestigung eingezogen und hat ihre Forschungsarbeit in Esslingen aufgenommen. Das Hochwacht-Stipendium zu bauhistorischer Forschung war im letzten Jahr von der Stadt Esslingen a.N. gemeinsam mit der ZukunftsStiftung Heinz Weiler ins Leben gerufen worden, federführend konzipiert durch das Kulturamt und durch die Kuratorin der ZukunftsStiftung Heinz Weiler, Dr. Angela Zieger.

Das Wohn- und Arbeitsstipendium läuft über die Sommermonate von Mai bis Oktober 2018 und umfasst neben der freien Nutzung der Hochwacht einen Unterhaltszuschuss von 1.500 € monatlich. Inhaltlich begleitet wird die Stipendiatin in diesem Jahr durch das Landesamt für Denkmalpflege. Dessen Hauptstandort – und damit die zentrale Stelle für die wissenschaftliche, konservatorische und restauratorische Arbeit in Baden-Württemberg – befindet sich in Esslingen. Während der Laufzeit des Stipendiums ist Marlene Kleiner in die Kulturszene Esslingens eingebunden und erhält die Möglichkeit, den Forschungsfortschritt sowie das abgeschlossene Forschungsprojekt zu präsentieren.

Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger freut sich, dass durch die Umgestaltung der Hochwacht in ein Arbeits- und Wohnatelier für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieses historische Gebäude wieder angemessen genutzt werden kann. „Von der Hochwacht aus hat man nach wie vor einen grandiosen Blick über unsere Stadt, denn das war natürlich die Hauptfunktion des Gebäudes. Man erkennt von oben die historischen Schichten und Baustrukturen. Für dieses bundesweit einmalige Forschungsstipendium zu Baugeschichte ist die Hochwacht symbolisch ein überaus passender Ort“, betont Dr. Jürgen Zieger.

Marlene Kleiner studierte an der Universität Heidelberg Europäische Kunstgeschichte mit einem Master in Mittelalterstudien. Sie arbeitete bereits während ihrer Studienzeit an Ausgrabungen und Bauuntersuchungen des „Alten Doms“ St. Johannis in Mainz mit und organisierte unter anderem den 87. Kunsthistorischen Studierendenkongress „Ansichtssache“ in Heidelberg. Seit April ist sie Kollegiatin der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne der Universität zu Köln.

In ihrem Dissertationsprojekt beschäftigt sich Marlene Kleiner mit frühmittelalterlicher Bautechnik als Datierungskriterium. Sie untersucht dazu unter anderem die Kirche St. Vitalis, Vorgängerbau der Stadtkirche St. Dionys aus dem 8. Jahrhundert, von der Fundament und Mauerwerk erhalten sind und die eine lange und komplexe Baugeschichte aufweist. Von St. Vitalis ist noch aufgehendes, unverputztes Mauerwerk erhalten. Als Untersuchungsgegenstand und Vergleichsobjekt sind diese gut erschlossenen Ausgrabungen extrem wertvoll und haben überregionale Bedeutung.

Katharina Löthe
Kulturamt
Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 0711 / 3512-2670
E-Mail: katharina.loethe@esslingen.de




Büro des Oberbürgermeisters Neues Rathaus Postfach 10 03 55 73726 Esslingen am Neckar Telefax 0711 / 3512 -3181
Verantwortlich: Pressereferent Roland Karpentier, Telefon 0711 / 3512 - 2732 oder 2570
E-Mail : roland.karpentier@esslingen.de oder buero.oberbuergermeister@esslingen.de
Internet: http//www.esslingen.de