Hauptschulentwicklungsplanung
Gemeinderat gab “Grünes Licht“ zur Umsetzung der Hauptschulentwicklungsplanung
Der Esslinger Gemeinderat hatte bereits im Sommer des vergangenen Jahres die Schulentwicklungsplanung zur Neugestaltung der Hauptschullandschaft in Esslingen beschlossen. In die Realisierung der zukünftigen zweizügigen 5 Esslinger Werkrealschulstandorte investiert die Stadt Esslingen nach dem mit breiter Mehrheit (2 Gegenstimmen von FÜR und REP) getroffenen öffentlichen Gemeinderatsbeschluß vom 27. Juli in den nächsten 4 Jahren insgesamt 10,4 Mio €.
„Bildung ist Zukunft und hat neben der Sicherung von Arbeitsplätzen auch in Zeiten der Wirtschaftskrise absolute Priorität“, unterstrich Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger am 27. Juli im Gemeinderat. „Die Stadt Esslingen hat mit dem damaligen Beschluss eine Vorreiterrolle unter den Kommunen in Baden- Württemberg im Sinne der Bildungsoffensive des Landes übernommen und sieht sich inzwischen durch die Zustimmung des Landes zum Konzept zukunftsfähiger Haupt- und Werkrealschulstandorte bestätigt“, so OB Dr. Jürgen Zieger.
„Die aktuellen bildungs- und schulpolitischen Entwicklungen im Land Baden-Württemberg wie z.B. die Einrichtung von „Neuen“ zweizügigen Werkrealschulen ab dem Schuljahr 2010/11 oder die Zusage, dass alle Werkrealschulen als gebundene Ganztagsschulen genehmigt werden, zeigt: die Stadt Esslingen hat die richtige Entscheidung zur Verbesserung der Bildungs- und Lebenschancen der Hauptschülerinnen und Hauptschüler getroffen“, betonte Schulbürgermeister Dr. Markus Raab.
In einer ersten noch groben Kostenschätzung waren die Kosten für die Bauarbeiten zur Umsetzung der Hauptschulentwicklungsplanung (HSEP) vor Jahresfrist auf 5,4 Millionen Euro geschätzt und beschlossen worden. Zusätzlich wurde die Verwaltung beauftragt, weitere Kosten in einer präzisierten Planung zu ermitteln.
Die Ergebnisse und Kosten dieser präzisierten Planung in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro legte die Verwaltung nun dem Gemeinderat vor. Dazu gehören insbesondere die Kosten für die erforderliche Ausstattung (Möblierung, pädagogische Arbeitsmittel, etc.) an den Hauptschul- bzw. zukünftig Werkrealschulstandorten als zweizügig gebundene Ganztages-Haupt- / Werkrealschulen, die Kosten der erforderliche Überarbeitung und Verbesserung der Außenanlagen und die Kosten der Umzugs- und Baulogistik.
Für die Verbesserung der vorgesehenen Ganztagesbetreuung und Schulsozialarbeit, unter gleichzeitiger Berücksichtigung standortspezifischer Faktoren, wie zum Beispiel schwierige Gründungsverhältnisse bei der Erstellung von Erweiterungsbauten wurde in zahlreichen Planungsgesprächen mit den beauftragten Planungsbüros, den Schulleitungen und den städtischen Fachämtern (SGE, Amt für Sozialwesen, Schul- und Sportamt, Stadtplanungsamt, Grünflächenamt) die Notwendigkeit ergänzender zusätzlicher Einzelbausteine festgestellt. Dieses ergänzende Paket führt zu weiteren Kosten in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro.
Mit den bereits im vergangenen Jahr beschossenen Kosten von 5,4 Millionen Euro ergeben sich so Gesamtkosten für die Neugestaltung der Hauptschullandschaft in Esslingen in Höhe von 10,4 Millionen Euro.
Aus dem Programm “Investitionsoffensive Ganztagesschule des Landes Baden-Württemberg“ bzw. der allgemeinen Schulbauförderung erwartet die Stadt Esslingen Zuschüsse in Höhe ca. 2,6 Mio €. Unter Berücksichtigung dieser Fördermittel ergibt sich so ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf in Höhe von 2,4 Mio €.
„Das Politikfeld Bildung und Betreuung hat für Gemeinderat und Verwaltung auch vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise und der damit verbundenen derzeit schlechten städtischen Finanzlage Vorrang“, so OB Dr. Zieger. Es sei ihm wichtig, die vom Gemeinderat beschlossene Hauptschulentwicklungsplanung auch im Sinne der beteiligten Schulen, so schnell wie möglich umzusetzen. Allerdings bedinge die Finanzierung der zusätzlichen Investitionen eine Verlängerung der zeitlichen Umsetzung von bisher 3 auf 4 Jahresschritte, beginnend mit dem Schuljahr 2009/10.
Schulbürgermeister Dr. Raab machte deutlich: „Die Verwaltung ist sich sicher, dass mit der Umsetzung der dem Gemeinderat in Form der präzisierten Planung nun dargestellten Vorschläge und Umbauten, mit optimierten einzelnen Standorten und erweiterten qualifizierten Betreuungsangebote, zukunftsfähige Hauptschulen (ab dem Schuljahr 2010/11 Werkrealschulen) an den fünf Standorten in Esslingen geschaffen werden. Dies alles geschieht nach wie vor zum Wohle unserer Hauptschülerinnen und Hauptschüler in Esslingen“.
Der Gemeinderat unterstrich über alle Fraktionen hinweg die Bedeutung von Bildung und Betreuung. Die Stadt Esslingen am Neckar übernimmt als bildungs- und sozialpolitischer Akteur damit eine aktive und gestaltende Vorreiterrolle. Mit seinem Beschluss gab der Gemeinderat „grünes Licht“ für die Umsetzung der von der Verwaltung vorgelegten präzisierten Planungen.
Aus Sicht der Verwaltung müssen nun unverzüglich die baugesuchsreifen Pläne erarbeitet werden, auch um die bereits erwähnten Zuschüsse im Rahmen der “Investitionsoffensive Ganztagsschule“ bzw. der allgemeinen Schulbauförderung vom Land beantragen zu können. Auch die Ausschreibung der einzelnen Bauarbeiten und Gewerke soll nach der Sommerpause erfolgen.
Gez. Roland Karpentier
Pressereferent
Für evtl. Rückfragen der Presse: Horst Reutter, Leiter Schul- und Sportamt, Tel. 0711 3512-2269
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