PressemitteilungNummer: 0151Datum: 04/12/2019

Gesundheitsamt sieht keinen Anlass für Einstellung des Schulbetriebes


PCB an der Zollbergrealschule: Gesundheitsamt sieht keinen Anlass für Einstellung des Schulbetriebes

Stadt Esslingen lässt mehrere Schulräume in Osterferien musterhaft sanieren

Die Esslinger Stadtverwaltung informierte am 4. April in der Gesamtlehrerkonferenz, am 8. April in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates sowie am 10. April in der öffentlichen Sitzung des ABES über die seitherigen Erkenntnisse, Messergebnisse zum Thema PCB- Schadstoffe sowie die in den Osterferien erfolgenden ersten Sanierungsschritte in der Zollbergrealschule. Auf der städtischen Homepage www.esslingen.de sind die Vorlagen und Präsentationen sowie die neueste, mit dem Landesgesundheitsamt abgestimmte Stellungnahme des Gesundheitsamtes Esslingen vom 12. April 2019 eingestellt. "In den letzten Tagen hatte es zunächst unterschiedliche Einschätzungen des Gesundheitsamtes Esslingen sowie des arbeitsmedizinischen Dienstes des B.A.D. zur PCB-Problematik an der Zollbergrealschule gegeben. Die mit dem Landesgesundheitsamt abgestimmte schriftliche Stellungnahme des Gesundheitsamtes Esslingen vom 12. April 2019 schafft jetzt für alle Beteiligten notwendige Klarheit: von den Schülerinnen und Schülern über die Eltern, das Lehrerkollegium und die Öffentlichkeit. Dies begrüße ich ausdrücklich. Sie sichert zudem den Schulbetrieb der Zollbergrealschule nach den Osterferien und schafft auch für die Stadt Esslingen die notwendige Planungssicherheit zur Umsetzung der weiteren Sanierungsschritte an der Zollbergrealschule", unterstrich OBM Dr. Zieger.

In dem der Stadt Esslingen am 12. April zugestellten Gutachten des Gesundheitsamtes heißt es unter anderem: Zitat: "Das Landesgesundheitsamt am Regierungspräsidium Stuttgart (LGA) hat für beide Bereiche die Funktion einer fachlichen Leitstelle. Aus Sicht des LGA besteht - wie auch nach Einschätzung des Gesundheitsamtes und entsprechend der PCB-Richtlinie - momentan in der ZRS ein unverzüglicher Handlungsbedarf im Hinblick auf expositionsmindernde Maßnahmen und die Planung von Sanierungsmaßnahmen. Zum Teil wurden solche Maßnahmen in Form eines intensivierten Lüftungsregimes bereits umgesetzt. Auch eine Probesanierung mit anschließender messtechnischer Erfolgskontrolle steht unmittelbar bevor. Aus gesundheitlicher und toxikologischer Sicht besteht jedoch kein Anlass zu einer sofortigen Evakuierung bzw. einer sofortigen Einstellung des Schulbetriebs. Das LGA teilt die diesbezügliche gegenteilige Ansicht des B.A.D. nicht". Zitat Ende.

"Die aktuellen Werte zeigen den Handlungsbedarf an der Zollbergrealschule auf, unverzüglich konkrete Einzelschritte zur Minderung der Belastung zu ergreifen. Diese sind bereits in die Wege geleitet", betont Erster Bürgermeister Wilfried Wallbrecht. So wird die Stadtverwaltung wie angekündigt ab der kommenden Woche in den Osterferien mindestens zwei Schulräume in der Zollbergrealschule (ZRS) musterhaft sanieren, um eine potentielle Gefährdung durch PCB- Befunde konkreter und eindeutiger beurteilen zu können. Dies wird rund 4 Wochen Zeit in Anspruch nehmen. Während dieser Zeit werden die betroffenen Klassen in andere Räume an der ZRS ausweichen. Parallel werden Zwangslüftungen in allen Räumen installiert, um über regelmäßige umfangreiche Messungen die Wirksamkeit der Sanierungsschritte konkret zu plausibilisieren und potentiell belastete Bauteile und Materialien zu identifizieren", so Erster Bürgermeister Wilfried Wallbrecht. Er bedankte sich bei allen an den Gesprächen Beteiligten von der Zollbergrealschule über die Staatliche Schulverwaltung bis zum Gesundheitsamt für die konstruktiven Gespräche und wird auch während der Osterferien weitere Gespräche mit den beteiligten Stellen führen.

"Sollten die Sanierungsschritte in Decken, Fugen und anderen Bauteilen in den beiden Referenzräumen nicht die erforderliche Reduzierung der PCB-Werte zur Folge haben, wird die Stadtverwaltung weitere Sofortmaßnahmen und zusätzliche Sanierungsschritte in die Wege leiten. Gleichzeitig sichert die Verwaltung die Beschulung auch nach dem Ferienende“, unterstreicht OB Zieger. Parallel dazu führt die Verwaltung in allen potentiellen schulischen Ersatzräumen weitere vorsorgliche PCB-Messungen durch.

Roland Karpentier
Pressereferent

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