PressemitteilungNummer: 0084Datum: 03/11/2019

Stadtbücherei Esslingen: Gemeinderat beschließt weiteres Vorgehen


Stadtbücherei Esslingen: Gemeinderat beschließt weiteres Vorgehen

Am 11. März verständigten sich Stadtverwaltung und einstimmig auf einen Fahrplan für das weitere Vorgehen zur Sanierung und Erweiterung der Bücherei am aktuellen Standort. Der Gemeinderat beschloss einstimmig die nächsten Schritte. Die entsprechende Vorlage mitsamt dem Rahmenterminplan zur Modernisierung und Erweiterung der Stadtbücherei ist im städtischen Ratsinformationssystem unter ris.esslingen.news auf der Homepage eingestellt.

Nach dem Bürgerentscheid am 10. Februar, bei dem sich eine qualifizierte Mehrheit der Bürger*innen für eine Renovierung und Erweiterung der Stadtbücherei am aktuellen Standort ausgesprochen hat, starteten Verwaltung und Gemeinderat die Beratungen zur bestmöglichen Realisierung des Projekts. Oberbürgermeister Dr. Zieger zum weiteren Vorgehen: „Aufgrund des breiten öffentlichen Interesses an der Stadtbücherei ist es Verwaltung und Gemeinderat besonders wichtig, die Bürger*innen möglichst umfassend an Planung und Bau zu beteiligen. Der Fahrplan zur Realisierung trägt diesem Wunsch Rechnung", so OB Zieger.

Auf Vorschlag der Verwaltung beschloss der Gemeinderat dabei zwei Phasen der Beteiligung:

In einer ersten Phase von 15. März bis Ende Juni sollen Bürger*innen, die unterschiedliche Interessensgruppen aus der Bevölkerung vertreten, gemeinsam mit externen Büchereiexpert*innen und der Büchereileitung die Ausschreibungsgrundlage für einen Architekturwettbewerb schaffen. Nach den Vorberatungen wurde dieses Expertengremium um je eine Vertretung aus dem Bereich Inklusion sowie aus dem Geschichts- und Altertumsvereins erweitert.

Dieses Gremium wird das durch die Büchereileitung erstellte Raumprogramm in einem ersten Schritt plausibilisieren. In einem zweiten Schritt werden alle Bürger*innen am 10. Mai ins Neckar Forum zu einem öffentlichen Workshop eingeladen. In diesem Rahmen wird das plausibilisierte Raumprogramm vorgestellt, und die Besucher*innen können in Arbeitsgruppen zu den einzelnen Funktionsbereichen der Bücherei weitere Vorschläge machen und Anregungen geben. Schließlich werden die Ergebnisse des öffentlichen Workshops wieder an das Expertengremium zurückgespielt, die diese dann wiederum einarbeiten sollen. Ergebnis ist ein Raumprogramm für die Stadtbücherei, das der Gemeinderat voraussichtlich am 22. Juli 2019 als Grundlage für den Architekturwettbewerb beschließen wird.

Die zweite Beteiligungsphase beginnt, sobald der Architekturwettbewerb abgeschlossen ist. In dieser Phase sollen anhand des Architekturentwurfs im Rahmen eines sogenannten „Design Thinking“-Prozesses die Büchereikonzeption und das Raumprogramm in konkrete Inhalte übersetzt werden. Diese intensive Form der Beteiligung löst Gestaltungsfragen der Bücherei ausgehend von den Bedürfnissen der Nutzer*innen. Es werden dazu mit einer Vielzahl an Nutzer*innen und Nichtnutzer*innen Interviews geführt und auf dieser Grundlage Gestaltungsideen entwickelt. Diese Ideen werden als Prototypen umgesetzt und dann wiederum von Büchereinutzer*innen begutachtet, kommentiert und bewertet, um entsprechend an deren Wünsche angepasst zu werden. Prototypen können etwa konkrete Büchereiräume, Ausstattungsmöglichkeiten oder Funktionen sein. Diese zweite Phase der Beteiligung erfolgt während des gesamten Projektzeitraums bis zur Eröffnung der Stadtbücherei.

Am 3. April stellt die Stadtverwaltung das Verfahren des Design Thinking für Büchereien in öffentlicher Sitzung im Kulturausschuss detailliert vor.

gez. Roland Karpentier

Pressereferent

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