PressemitteilungNummer: 0544Datum: 12/19/2018

Stadtmuseum Esslingen beteiligt sich an internationalem Projekt


Stadtmuseum Esslingen beteiligt sich an internationalem Projekt

Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg: Das Stadtmuseum im Gelben Haus beteiligt sich mit der Ausstellung „1914-1918. Esslingen und der Erste Weltkrieg. Heimatfront und Zeitenwende“ an dem Projekt „Zeitenwende 1918/19“. Das Projekt bildet 2018 mit 30 miteinander verbundenen Ausstellungen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz zur Zeitenwende 1918/19 das größte grenzüberschreitende Ausstellungprojekt Europas zum Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren.

Das Stadtmuseum im Gelben Haus in Esslingen zeigt noch bis 10. März 2019 in seiner Ausstellung verschiedenste Aspekte des Ersten Weltkrieges. Dabei liegt der Fokus nicht auf der Front, sondern auf der Auswirkung des Krieges auf die Menschen und das Leben in Esslingen. Die Ausstellung ist Zusammenfassung und Abschluss des außergewöhnlichen historisch-kulturellen Esslinger Langzeitprojektes „52 x Esslingen und der Erste Weltkrieg“, an dem Stadtmuseum, Stadtarchiv und Kulturamt von 2014 bis 2018 gearbeitet haben. Zu sehen sind jedoch nicht nur die seit 2014 Monat für Monat vorgestellten 52 Objekte, sondern zahlreiche weitere Gegenstände, die einzelne Themen vertiefen und Vorgeschichte und Folgen des Ersten Weltkrieges illustrieren.

Für das Projekts „Zeitenwende 1918/19“ zogen 25 Vertreter der beteiligten Museen – darunter auch der Leiter der Städtischen Museen Esslingen, Martin Beutelspacher – zum Jahresende bei einem Treffen im Dreiländermuseum in Lörrach im deutsch-französisch-schweizerischen Dreiländereck eine erste Bilanz: Über 200.000 Personen dürften bislang die beteiligten Ausstellungen besucht haben. In den kommenden Monaten eröffnen die letzten Ausstellungen des gemeinsamen Projektes.

Die Partner des trinationalen „Netzwerks Museen“, das das Projekt „Zeitenwende 1918/19“ verwirklicht hat, tauschten bei ihrem Treffen ihre Erfahrungen aus dem Jahr 2018 miteinander aus und zogen eine zufriedenstellende Bilanz. Mit der Ausstellungsreihe sei es gelungen, die unterschiedlichen Erfahrungen und Erinnerungskulturen in den drei Ländern anschaulich zu machen und so mehr Verständnis für die Nachbarländer zu entwickeln, war der allgemeine Tenor der Veranstalter. In Frankreich ist die Erinnerung an den Krieg und seine Opfer sowie die Rückkehr von Elsass-Lothringen zu Frankreich zentrales Thema der Ausstellungen, in Deutschland die sozialen und politischen Errungenschaften der Weimarer Republik und in der Schweiz der Landesstreik, der das Land an den Rand eines Bürgerkrieges brachte. Eine gemeinsame Besucherstatistik haben die beteiligten Partner zwar nicht erhoben, doch gehen sie in ihrer Grobschätzung von über 200.000 Besuchern aus.

Auch Anfang 2019 bleiben noch zahlreiche Ausstellungen geöffnet, so in Straßburg, Stuttgart, Karlsruhe, Heidelberg, Frankfurt, Esslingen, Rastatt, Ettlingen, Müllheim oder Weil am Rhein. Auch die Überblicksausstellung im Dreiländermuseum Lörrach ist noch bis zum 3. Februar zu sehen. Neu eröffnen 2019 noch Ausstellungen im schweizerischen Liestal zum damaligen Literatur-Nobelpreisträger Carl Spitteler, im deutschen Kehl zur besonderen Situation der Stadt während der Weimarer Republik als französischer Brückenkopf und im französischen Colmar zu den ökologischen Folgen des Ersten Weltkrieges. Bei der Sitzung beschloss das Netzwerk auch das Thema des nächsten gemeinsamen Projektes 2022: Es soll sich dem Rhein in seinen unterschiedlichen Facetten widmen.

Informationen zu den Ausstellungen, ihren Themen und Öffnungszeiten in den drei Ländern unter: www.netzwerk-museen.eu, zur Ausstellung im Stadtmuseum im Gelben Haus in Esslingen unter: www.museen-esslingen.de.

Zum Langzeitprojekt „52 x“ ist ein umfangreiches Begleitbuch mit Übersichtsdarstellungen und detaillierter Vorstellung vieler Objekte aus der Ausstellung erschienen. Es ist wie der gemeinsame Ausstellungskatalog des Netzwerkes „Zeitenwende 1918/19“, der die Folgen des Krieges für den Oberrhein erstmals im grenzüberschreitenden Vergleich darstellt, im Stadtmuseum erhältlich.


1914-1918. Esslingen und der Erste Weltkrieg. Heimatfront und Zeitenwende

Stadtmuseum im Gelben Haus
9. November 2018 bis 10. März 2019

Öffnungszeiten
Dienstag bis Samstag 14–18 Uhr
Sonntag und Feiertag 11–18 Uhr
Neujahr 14-18 Uhr
Montag, 24., 25. und 31. Dezember geschlossen

Stadtmuseum im Gelben Haus
Hafenmarkt 7
73728 Esslingen am Neckar
Telefon Verwaltung 0711/3512-3240
www.museen-esslingen.de
museen@esslingen.de


Martin Beutelspacher M. A.
Städtische Museen Esslingen
Hafenmarkt 7
73728 Esslingen am Neckar
Tel. 0711/3512-3320
www.museen-esslingen.de
museen@esslingen.de


Beigefügt eine Abbildungsdatei:
„Projekt Zeitenwende 1918-19“: Vertreter des Netzwerks Museen zogen zum Jahresende 2018 im Dreiländermuseum eine erste Bilanz für ihre grenzüberschreitende Ausstellungsreihe zur Zeitenwende. Foto: Dreiländermuseum Lörrach

Projekt Zeitenwende 1918-19.jpg



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