PressemitteilungNummer: 0102Datum: 03/21/2019

Grüner Wasserstoff in der Esslinger Weststadt – innovatives Stadtquartier für die Energiewende


Grüner Wasserstoff in der Esslinger Weststadt – innovatives Stadtquartier für die Energiewende

Im Februar hatte der Esslinger Gemeinderat der Beteiligung der Stadtwerke Esslingen an der „Green Hydrogen Esslingen GmbH“ einstimmig zugestimmt. Am 21. März wurde jetzt die Gründung der Gesellschaft notariell bereits vollzogen. "Eine wichtige Teilstrecke auf dem Weg zum Esslinger Leuchtturmprojekt „Klimaneutralen Stadtquartier – Neue Weststadt Esslingen“ mit einer Fläche von 100.000 qm ist damit erfolgreich abgeschlossen", betonte Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger nach der Vertragsunterzeichnung.

Der Gesellschaftervertrag für die „Green Hydrogen GmbH Esslingen“ (GHE) ist unterzeichnet. Mit der Unterschrift der drei Teilhaber Stadtwerke Esslingen (SWE), der Polarstern Erzeugungs GmbH sowie Herrn Prof. Dr. M. Norbert Fisch hat das Konsortium des Leuchtturmprojekts „Klimaneutrales Stadtquartier – Neue Weststadt Esslingen“ ein neues Mitglied gewonnen. Mit Manuel Thielmann entsendet die Polarstern Erzeugungs GmbH den Geschäftsführer der GHE, die Stadtwerke Esslingen ordnen als lokaler Akteur beratende Mitglieder in die Gesellschafterversammlung ab. Die Kernkompetenz der neuen Gesellschaft liegt ganz bei der Finanzierung, der Errichtung und dem Betrieb der Energieversorgung des Projekts, die mit einem Elektrolyseur zur Herstellung von „Grünem Wasserstoff“ eine der zentralen Komponenten des Vorhabens enthält.

Green Hydrogen Esslingen GmbH gegründet

„Mit der Gründung der „Green Hydrogen Esslingen GmbH“ steigen wir endgültig in die Umsetzung des klimaneutralen Stadtquartiers Neue Weststadt ein“, kündigt Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger an. „Wir sind nun in allen Bereichen des Projekts sehr kompetent aufgestellt, so dass wir auch die umfassenden technologischen Anforderungen erfolgreich schultern können. Sowohl für die Neue Weststadt als auch für die Klimaschutzziele der Stadt Esslingen sind das gute Nachrichten.“

Angesichts des komplexen Vorhabens, die Elektrolyseur-Technologie in ein urbanes, durch Nutzungsmischung geprägtes Quartier einzugliedern, steht das Projektkonsortium und mit ihm die neugegründete Green Hydrogen Esslingen GmbH vor anspruchsvollen Aufgaben: Die Herstellung des „Grünen Wasserstoffs“ erfolgt ausschließlich aus Überschüssen erneuerbarer Stromquellen und die anfallende Abwärme aus der Elektrolyse wird über ein Nahwärmenetz im Quartier genutzt. Die Vermarktung des Wasserstoffs erfolgt überwiegend an Tankstellen in der Umgebung sowie an die Industrie. Ein geringer Teil der Wasserstoffs wird in einem BHKW rückverstromt. „Wir freuen uns auf unseren Start in das Projekt und über den Zuwachs in unserem Kompetenzbereich um einen weiteren spannenden Energieträger“, so Thomas Isele, Geschäftsführer der SWE nach der Vertragunterzeichnung. „Die Bedeutung unseres Vorhabens für die Transformation der aktuellen Energiesysteme ist ein zusätzlicher Ansporn, der auch unser Kerngeschäft direkt betrifft.“ Eine Ansicht, die von Prof. Dr. M. Norbert Fisch geteilt wird. „Wir zeigen einen Weg, wie auch die volatilen erneuerbaren Energien netzdienlich in ein Versorgungssystem eingebunden werden können“, so der weitere Teilhaber der Green Hydrogen Esslingen GmbH. „Der Energieträger Wasserstoff spielt hierbei eine entscheidende Rolle – und mit Hilfe der GHE werden wir in der Neuen Weststadt nachweisen, dass die Produktion von „Grünem Wasserstoff“ auch auf Quartiersebene alltagstauglich umsetzbar ist.“ Die technische Planung der Energieversorgung mit Elektrolyse (1 MWel), Wasserstoff - Abfüllstation, Blockheizkraftwerk, Stromspeicher (rd. 2.000 kWh) sowie den gebäudeintegrierten Photovoltaik-Anlagen (rd. 1.700 kWp) erfolgt durch die Stuttgarter Ingenieurgesellschaft EGSplan.

Innovatives, Klimaneutrales Stadtquartier geplant

Auf dem Gelände der Neuen Weststadt in Esslingen soll auf einer Fläche von 100.000 qm ein urbanes, klimaneutrales Vorzeigequartier mit über 600 Wohnungen, Büro- und Gewerbeflächen sowie einem Neubau der Hochschule Esslingen entstehen. Das Vorhaben „Klimaneutrales Stadtquartier - Neue Weststadt Esslingen“ soll dabei als Pilotprojekt ein zukunftsorientiertes ganzheitliches Energiekonzept auf Quartiersebene umsetzen. Im Rahmen des Förderschwerpunktes „Solares Bauen / Energieeffiziente Stadt“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurde das Projekt aus mehr als sechzig MitbewerberInnen als eines von sechs Leuchtturmprojekten zur Förderung ausgewählt. Auch die GHE wird in diesem Rahmen noch einen Förderantrag auf Zuwendung stellen. Die Realisierung eines klimaneutralen Quartiers Neue Weststadt ist wichtiger Baustein zur Erreichung der ehrgeizigen Klimaziele der Stadt. Bis 2020 sollen die CO2-Emissionen auf der Esslinger Stadtmarkung um ein Viertel reduziert werden.

gez. Roland Karpentier
Pressereferent




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