PressemitteilungNummer: 0834Datum: 09/16/2020

Restaurierung von Uhrwerk und Ziffernblatt am Pliensauturm


Restaurierung von Uhrwerk und Ziffernblatt am Pliensauturm

Seine erste Erwähnung findet der Pliensauturm Ende des 13. Jahrhunderts, damals noch in Form eines Durchgangs durch die Stadtmauer.
Der im 14. Jahrhundert in seinem heutigen Anblick neu errichtete Pliensauturm schloss die Pliensaubrücke zur Stadt hin ab, und war bis ins 20. Jahrhundert einer der wichtigsten Zugänge in die Stadt.

Beim Bau der Pliensaubrücke in den 1960er Jahren wurden Teile des Pliensauturms und Teile seiner Anbauten für eine Zugangsrampe zugeschüttet.
Beim Neubau des Pliensaustegs im Jahr 2007 konnte der Turm wieder freigestellt werden und Reste der Stadtmauer kamen dabei zu Tage.
Im Zusammenhang mit dieser Freilegung musste die Strom- und Wasserversorgungsleitung abgetrennt werden, so dass der Pliensauturm nicht mehr genutzt werden konnte und der Turm sowie die Uhr in einen Dornröschenschlaf verfielen.

Im letzten Jahr haben die Städtischen Gebäude Esslingen (SGE) sich dem Pliensauturm angenommen, den Turm entrümpelt und ihn wieder mit einer Stromversorgung versehen sowie eine durchgängige Beleuchtung im Turm installiert.
In diesem Zusammenhang war es nun auch wieder möglich das historische Uhrwerk Ende 2019 / Anfang 2020 zu restaurieren und wieder in Betrieb zu nehmen.

Damit drehten sich die Zeiger wieder am südlichen und nördlichen Zifferblatt.
Im nächsten Schritt veranlasste die SGE die Restaurierung des südlichen Ziffernblatts, das im Laufe der Jahrzehnte durch Sonne und Witterung sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Hierzu wurde das Ziffernblatt samt Zeiger im Juli diesen Jahres abgenommen, auf seine ursprüngliche Farben und Materialien untersucht und durch einen Restaurator in seiner alten Farbe und Form wieder hergestellt.

Ende August war es dann soweit, das restaurierte Ziffernblatt samt Zeiger wurde in neuem Glanz an seiner alten Stelle montiert.
Rechtzeitig zum Tag des offenen Denkmals zeigt der Pliensauturm – nach vielen Jahren Stillstand – wieder die richtige Uhrzeit an und der Glockenschlag ist wieder zu hören.
Der LIONS-Club Stuttgart-Airport unterstützt diese Maßnahme mit einer Spende von knapp 4.200 €. „Damit wurde nicht nur die Restaurierung des Ziffernblatts finanziert“, freut sich Ulrich Diehl, der die Aktivitäten des Clubs am Tag des offenen Denkmals in Esslingen seit Jahren koordiniert, „sondern auch ein Film, der die Instandsetzung dokumentiert.“
“Man darf gespannt sein. Am Tag des offenen Denkmals wird er freigeschaltet und ist über die Homepage der Stadt verfügbar. „Ich hoffe, Sie klicken eifrig“, fügt Diehl mit einem Schmunzeln hinzu.

Seit vielen Jahren ist der LIONS-Club beim Tag des offenen Denkmals am Marktplatz mit seinem Stand präsent. Der Spendenzweck soll immer ein wenig Öffentlichkeit schaffen für ein eher vergessenes Kulturdenkmal. „Lange Jahre galt diese Beschreibung auch für den Pliensauturm“, bemerkt Diehl. „Aber bei den Städtischen Gebäuden Esslingen ist der Anstoß auf fruchtbaren Boden gefallen.“
Zum Abschluss unterstreicht Diehl, dass es vor allem auch das Geld der Bürger ist, die bei den vergangenen Denkmaltagen am Stand der LIONS zugunsten des Turmes gegessen und getrunken haben, welches die Spende für die Restaurierung des Ziffernblatts möglich gemacht hat.

Zwischenzeitlich lobten viele Passanten, dass die historische Uhr endlich wieder geht. Doch am Pliensauturm gibt es noch viel zu tun.
Schön wäre es, wenn mit weiteren Spenden der sanierte Turm seiner historischen Aufgabe als Zeichen für die Stadt, für den Eingang in die Stadt, als baulicher Willkommensgruß und als attraktives Ziel beim Blick aus der Pliensaustraße wieder gerecht werden könnte.

Bei Rückfragen wenden Sie sich an +
Herrn Oliver Wannek,
Städtische Gebäude Esslingen am Neckar, Technischer Betriebsleiter
Tel.: +49 711 3512-2274
oliver.wannek@esslingen.de




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