PressemitteilungNummer: 0091Datum: 03/13/2019

Umfangreiche Sanierung der Vogelsangbrücke startet am 18. März


Bauarbeiten zur Instandsetzung der Vogelsangbrücke starten am 18. März 2019

Am Montag, 18. März 2019, starten nach der morgendlichen Hauptverkehrszeit die zweijährigen Arbeiten zur Instandsetzung und Ertüchtigung der Esslinger Vogelsangbrücke. Den Ausführungsbeschluss zur umfassenden Sanierung und Modernisierung des Brückenbauwerks aus den 70er Jahren hatte der Gemeinderat am 4. Februar 2019 gefasst. Damit wurden die Bauleistungen an eine Arbeitsgemeinschaft aus den regional ansässigen und mittelständischen Baufirmen Firmen Ed. Züblin aus Stuttgart und Leonhard Weiss aus Göppingen vergeben. Die Gesamtprojektkosten für die Instandsetzung und Modernisierung der Brücke umfassen rund 19,4 Mio €.

Bis Ende 2020 wird die 1973 eingeweihte Brücke abschnittsweise wieder in ihren Rohbauzustand zurückversetzt. Dann wird zuerst der schadhafte Konstruktionsbeton ausgebessert und anschließend sämtliche Brückenausbauten wie Abdichtungen, Fahrbahnbeläge, Gehwege, Geländer, Beleuchtung, Lichtsignalanlagen, Entwässerungs-, Strom- und Nachrichtenleitungen sowie die Gas- und Wasserleitungen der Stadtwerke Esslingen komplett erneuert. Verstärkt wird die Brücke durch den Einbau von zusätzlichem Stahlbeton im Brückenhohlkasten, den Umbau einiger Brückenpfeiler sowie Brückenlager und durch den abschnittsweisen Einbau von Kohlefaserlamellen an der Unterseite der Brücke. Schließlich wird in den besonders beanspruchten und gefährdeten Abschnitten der Brücken ein Überwachungssystem eingebaut, das zukünftig auch eine Ferndiagnose des Zustandes der Stabilität und Tragfähigkeit der Brücke erlaubt.

Zentraler Eckpunkt für weitere Sanierung und Neubau Esslinger Brücken

Die Sanierung und Ertüchtigung des Bauwerkes muss jetzt erfolgen, da ab 2021 die Hanns-Martin-Schleyer-Brücke abgebrochen und neu gebaut werden soll. Somit wird die Vogelsangbrücke in diesem Zeitraum durch die Umleitungsverkehre wesentlich stärker belastet. DAfür muss die Brücke ertüchtigt werden, um die weiteren Belastungen aufnehmen zu können.

Um eine mehrmonatige Vollsperrung der Brücke zu vermeiden, hatte sich die Verwaltung dazu entschieden, die Bauarbeiten in drei Hauptbauphasen aufzuteilen. Dies soll sicherstellen, dass die Brücke auch während der Bauarbeiten ständig in beiden Fahrtrichtungen genutzt werden kann. Während dieser Bauphasen müssen jedoch abwechselnd Fahrspuren auf der Brücke und den Zu- und Abfahrtsrampen entfallen bzw. eingeengt werden. Generell wird im Baustellenbereich Tempo 30 gelten. Betroffen sind hiervon ca. 43.500 Fahrzeuge, die zur Zeit täglich über die Vogelsangbrücke rollen. Auch im Bereich unter der Brücke, in der Ulmer und Vogelsang Straße und bei den unter der Brücke liegenden Parkplätzen, wird es zu Einschränkungen kommen.

Bei der Einrichtung der Bauphase 1 am 18. März wird der stadtausfahrende Verkehr auf eine Spur eingeengt. Für Fahrzeuge mit einer Breite von mehr als 2,3 m ist die stadtausfahrende Spur dann gesperrt, um den PKW-Verkehr flüssiger zu halten. Für diese breiten Fahrzeuge ist eine Umleitung über die Adenauer- bzw. Hanns-Martin-Schleyer Brücke ausgeschildert. Ausgenommen von der Sperrung breiterer Fahrzeuge sind die Linienbusse, die die Brücke planmäßig befahren können, so dass es zu keiner Einschränkung für die Nutzer des ÖPNV kommt. Für Fußgänger steht während der Bauphase 1 nur der östlich liegende Gehweg zur Verfügung. Stadtauswärtsfahrende Rettungsfahrzeuge nutzen in dieser Bauphase vorwiegend die anderen Neckarbrücken, um nicht Gefahr zu laufen, in einem Stau auf der Brücke stecken zu bleiben, da ein Ausweichen auf eine andere Fahrspur im Baustellenbereich nicht möglich ist.

Der Aufbau der verkehrslenkenden und verkehrssichernden Arbeiten erfolgt nach Angaben des städtischen Tiefbauamtes im Wesentlichen in den Nächten vom 18. auf den 19. März und vom 19. auf den 20. März. In diesen Nächten ist mit kurzfristigen Totalsperrungen für den stadtausfahrenden Verkehr zu rechnen.

Die Reduzierung der Fahrspuren macht auch eine Anpassung der Signalzeiten an den Kreuzungen der MaiIle, der Kreuzung mit der B 10 und den Kreuzungen in der Ulmer Straße im Bereich der Vogelsangbrücke erforderlich. Die Anpassung der Signalzeiten soll vor allem den Hauptverkehrsströmen Vorrang geben, so dass es zu keinen längeren Staus auf der Brücke kommt.

Gleich zu Beginn der Bauarbeiten stellt die Montage der Schutz- und Tragerüste im Gleisbereich der Bahn eine besondere Herausforderung dar. Die Gerüste können nur bei Strecksperrung in den Nachtstunden, in der Regel zwischen 23:00 und 5:00 Uhr montiert werden. Mit der Bahn wurde hierzu der Zeitraum vom 12. April bis zum 12. Mai 2019 abgestimmt. Um den Gerüstbau bestmöglich vorzubereiten, werden die Gerüstteile bereits ab dieser Woche unter den Brückenzufahrtsrampen angeliefert und vormontiert.

Bauphase 1 läuft bis November

Die Bauphase 1 soll bis November 2019 abgeschlossen sein, in Bauphase 2 werden dann die zwei mittleren Fahrspuren gesperrt und der mittlere Teil der Brücke saniert werden.

Im Haushalt der Stadt Esslingen schlagen die Projektgesamtkosten mit ca. 19,4 Mio. zu Buche. Darin berücksichtigt ist ein Risikopuffer, da ein vollständiger Blick auf die bauliche Grundsubstanz der Brücke erst dann möglich ist, wenn der Rohbauzustand sichtbar ist und die Schädigungen des Tragwerks in Gänze erkennbar werden. Für die Baukosten hatte die Stadt Esslingen im Rahmen der Verwaltungsvorschrift Kommunaler Sanierungsfonds Brücken im April 2018 einen Antrag auf Gewährung einer Zuwendung beim Regierungspräsidium Stuttgart gestellt. Mit Bescheid vom Dezember 2018 hat das Regierungspräsidium Stuttgart der Stadt Esslingen eine Zuwendung in Höhe von ca. 5,9 Mio. € bewilligt.

Paket zur Verbesserung der Mobilität während Großbaustellen

"Die Stadt Esslingen ist sich dessen bewusst, dass die notwendige und unaufschiebbare Sanierung der Vogelsangbrücke wie auch andere Straßenabschnitte zu Belastungen und Beeinträchtigungen im Verkehrsfluss führt. Deshalb hat die Esslinger Stadtverwaltung am 11. März im Gemeinderat ein umfassendes Paket mit 17 Einzelbausteinen zur Verbesserung des Verkehrsflusses vorgestellt. Das Paket umfasst Bausteine zur Verkehrssteuerung, zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur sowie ergänzende Mobilitätsangebote. Mit diesen Vorschlägen will die Stadt ihren eigenen aktiven Beitrag zu einer optimierten Mobilität leisten. Darüberhinaus wirbt die Stadt bei allen Verkehrsteilnehmern darum, zu prüfen, welchen eigenen Beitrag sie zur Entlastung des Verkehrs leisten können", unterstreicht Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger. Vorschläge und Hinweise gibt die Stadtverwaltung dazu auch auf ihrer Homepage www.esslingen.de. Dort ist auch das vorgeschlagene Gesamtpaket mitsamt der Präsentation und der Vorlage für den Gemeinderat eingestellt.

Mit den unvermeidlichen Behinderungen während der fast zweijährigen Bauzeit verbindet die Stadtverwaltung allerdings auch die berechtigte Zuversicht, dass der Verkehr in den kommenden 20 bis 25 Jahren, ohne größeren Eingriff in die Bausubstanz, über die Vogelsangbrücke rollen kann.

Weitere Information zu den Baustellen der Stadt Esslingen am Neckar sind erhältlich unter www.baustellen.esslingen.de.

gez. Roland Karpentier

Pressereferent

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