PressemitteilungNummer: 0087Datum: 03/06/2018

Eine Gruppe von alleingereisten jugendlichen Flüchtlingen lernt den Staatsaufbau kennen



Unbegleitete ausländische Kinder und Jugendliche lernen deutschen Staatsaufbau kennen

Sie flüchteten aus Afghanistan, Syrien oder dem Iran nach Deutschland, waren bei ihrer Ankunft zwischen 16 und 17 Jahren und hatten keine Begleitung von Eltern oder älteren Geschwistern: minderjährige ausländische Kinder und Jugendliche, deren Flucht die unbegleiteten Jugendlichen jetzt in den Landkreis Esslingen geführt hat. Betreut werden sie federführend vom Jugendamt des Landkreises. Zugleich lernen sie intensiv die staatlichen Strukturen in Deutschland kennen, erlernen die deutsche Sprache und erfahren zudem ehrenamtlich Unterstützung. Eine besonders aktive ehrenamtliche Unterstützung für die Jugendlichen stellt der Verein Demokratie Leben dar. Er hat sich wie der Esslinger Jugendgemeinderat auf seine Fahne geschrieben, den jungen Flüchtlingen die staatliche Ordnung in der Bundesrepublik Deutschland zu vermitteln und sie auf alle Gespräche vorzubereiten.

Klaus Hummel und Thomas Münch vom Verein Demokratie Leben und 3 Vertreterinnen des Esslinger Jugendgemeinderates begleiten derzeit eine Gruppe von rund 15 UMAs aus Esslingen und Denkendorf beim Kennenlernen der staatlichen Ebenen. Wofür sind ein Oberbürgermeister und ein Gemeinderat in Esslingen zuständig? Wer leitet eine Verwaltung, wenn ein Rathauschef erkrankt? Könnte ein Oberbürgermeister sich etwa gegen Fahrverbote wehren, wenn das Land in Bereichen von Esslingen Fahrverbote anordnen würde? Was unterscheidet die spezifischen Aufgaben der Kommunen von denen der Landkreise? Wie funktioniert der Landtag in Baden-Württemberg und was entscheidet der Bundestag in Berlin? Zu all diesen Fragen vermitteln der Verein Demokratie leben und der Jugendgemeinderat den ausländischen Jugendlichen kompetente Ansprechpartner aus erster Hand. Vor wenigen Tagen stand der Leiter des Büros von Esslingens OBM Dr. Jürgen Zieger, Roland Karpentier, den jungen Flüchtlingen im Alten Rathaus Rede und Antwort. Als nächstes geht es in Kürze zur Landkreisverwaltung. Darüber hinaus stehen im Frühjahr bereits Besuchstermine bei Esslinger Landtags- und Bundestagsabgeordneten fest.

Auch wenn in den laufenden Asylverfahren nicht sicher ist, ob alle geflüchteten Jugendlichen in Deutschland bleiben dürfen, so wollen und sollen sie doch so schnell wie das Funktionieren unseres Staates und die deutsche Sprache lernen. „Die bestens vorbereitete und lebhafte fachliche Diskussion vom Wahlrecht bis zu den Aufgaben des Gemeinderates wie eines Oberbürgermeisters und der Zuständigkeit der Esslinger Stadtverwaltung erfolgte durchweg in deutscher Sprache“, zeigte sich Roland Karpentier beeindruckt. Zum Abschluss entstand das Gruppenfoto am Brunnen vor dem Alten Rathaus.

Roland Karpentier


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Foto Stadt Esslingen, Roland Karpentier







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