PressemitteilungNummer: 0527Datum: 12/17/2018

Benennung zweier Straßen beschlossen



Der GR hat in seiner Sitzung am 17. Dezember 2018 die Neubenennung zweier Straßen beschlossen.

Der bisher nicht benannte Weg zwischen Urbanstraße und Ebershaldenfriedhof einstimmig den Namen der langjährigen Intendantin des Esslinger Theaters Mathilde Erfurth (1847–1929), die von 1901 bis 1925 das Stadttheater leitete und damit eine ganze Ära der Esslinger Theatergeschichte prägte. Nachdem das Grab Mathilde Erfurths auf dem Ebershaldenfriedhof 1945 abgeräumt wurde, bedeutet die Benennung des Weges eine bewusste Würdigung der Verdienste einer bestimmenden Persönlichkeit des Esslinger Kulturlebens am Beginn des 20. Jahrhunderts.

Die derzeit provisorisch als „Südtangente“ bezeichnete Straße in der Weststadt erhält mit 19 von 37 anwesenden Gemeinderäten den Namen Eugenie-von-Soden-Straße. Geboren am 21. Oktober 1858 in Esslingen, war Eugenie von Soden zunächst in der von den Eltern betriebenen privaten Töchterschule in der Fabrikstraße 18 tätig. Wichtiger als ihre schriftstellerischen Erzeugnisse sind ihre Aktivitäten in der bürgerlichen Frauenbewegung: sowohl in Form von Veröffentlichungen (als Herausgeberin des „Frauenbuches“ von 1913/14) als auch in der Mitgliedschaft in Vereinigungen von Frauen wie dem Württembergischen Verein für Frauenstimmrecht. Eugenie von Soden verstarb am 19. März 1919 in Baden-Baden.

Der Alternativvorschlag Maschinenfabrik-Esslingen-Straße erhielt im Gemeinderat auch in der kürzeren Form "An der Maschinenfabrik" nicht die notwendige Stimmenzahl. Der Verwaltungsausschuss hatte dem Gemeinderat zunächst mit breiter Mehrheit den Vorschlag Maschinenfabrik- Esslingen für die Straße empfohlen. "Viel zu wenig erinnert in der Industriestadt Esslingen an Neckar an das für mehr als ein Jahrhundert mit Abstand bedeutendste Unternehmen der Stadt, die 1846 gegründete Maschinenfabrik Esslingen (ME)", machte OBM Dr. Jürgen Zieger im Gemeinderat deutlich. Die heutige Südtangente liegt in unmittelbarer Nähe des ersten Werksgeländes der ME vor deren vollständigem Umzug nach Mettingen (abgeschlossen 1913). Der Vorschlag Maschinenfabrik Esslingen wollte auf vor allem mit dem Bau von Lokomotiven verbundene, lokal und überregional überragende Bedeutung der Fabrik als Motor der Industrialisierung Esslingens vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hinweisen.

gez. R.Karpentier





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