PressemitteilungNummer: 0202Datum: 05/14/2018

Begrüßung von Hochwacht-Stipendiatin Marlene Kleiner in Esslingen


Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger begrüßt erste Hochwacht-Stipendiatin Marlene Kleiner in Esslingen

Am Montag, 14. Mai begrüßte Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger die erste Hochwacht-Stipendiatin, Marlene Kleiner aus Heidelberg, mit einem Empfang offiziell in Esslingen. Das Hochwacht-Stipendium zu bauhistorischer Forschung war im letzten Jahr von der Stadt Esslingen a.N. gemeinsam mit der ZukunftsStiftung Heinz Weiler ins Leben gerufen worden, federführend konzipiert durch das Kulturamt und durch die Kuratorin der ZukunftsStiftung Heinz Weiler, Dr. Angela Zieger.

Im Alten Rathaus stellte der Oberbürgermeister nun die Stipendiatin vor und freute sich, dass durch die Umgestaltung der Hochwacht in ein Arbeits- und Wohnatelier für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieses historische Gebäude wieder angemessen genutzt werden kann. „Von der Hochwacht aus hat man nach wie vor einen grandiosen Blick über unsere Stadt, denn das war natürlich die Hauptfunktion des Gebäudes. Man erkennt von oben die historischen Schichten und Baustrukturen. Für dieses bundesweit einmalige Forschungsstipendium zu Baugeschichte ist die Hochwacht symbolisch ein überaus passender Ort“, strich Dr. Jürgen Zieger heraus.

Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege, und Dr. Angela Zieger von der ZukunftsStiftung Heinz Weiler betonten die Einmaligkeit des neu geschaffenen Stipendiums, das in dieser Form sonst bundesweit nicht zu finden ist. Für ein solches Stipendium zu bauhistorischer Forschung hat Esslingen außerdem fachlich den großen Vorteil, dass sich hier der Hauptstandort des Landesamts für Denkmalpflege befindet und damit die zentrale Stelle für die wissenschaftliche, konservatorische und restauratorische Arbeit in Baden-Württemberg.

Marlene Kleiner studierte an der Universität Heidelberg Europäische Kunstgeschichte mit einem Master in Mittelalterstudien. Seit April ist sie Kollegiatin der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne der Universität zu Köln. Das Wohn- und Arbeitsstipendium in der Hochwacht der Esslinger Burg läuft über die Sommermonate von Mai bis Oktober 2018 und umfasst neben der freien Nutzung der Hochwacht einen Unterhaltszuschuss von 1.500 € monatlich. Inhaltlich begleitet wird die Stipendiatin durch das Landesamt für Denkmalpflege. Während der Laufzeit des Stipendiums ist Marlene Kleiner in die Kulturszene Esslingens eingebunden und erhält die Möglichkeit, den Forschungsfortschritt sowie das abgeschlossene Forschungsprojekt zu präsentieren.

In ihrem Dissertationsprojekt beschäftigt sich Marlene Kleiner mit frühmittelalterlicher Bautechnik als Datierungskriterium. Sie untersucht dazu unter anderem die Kirche St. Vitalis, Vorgängerbau der Stadtkirche St. Dionys aus dem 8. Jahrhundert, von der Fundament und Mauerwerk erhalten sind und die eine lange und komplexe Baugeschichte aufweist. Als Untersuchungsgegenstand und Vergleichsobjekt sind diese gut erschlossenen Ausgrabungen extrem wertvoll und haben überregionale Bedeutung.


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