PressemitteilungNummer: 0600Datum: 11/19/2014

Stadt Esslingen benennt weitere Standorte für Flüchtlingsunterkünfte


Stadt Esslingen benennt weitere Standorte für Flüchtlingsunterkünfte


Die Stadt Esslingen am Neckar hat dem Landkreis acht weitere Standorte benannt, um über die derzeitigen Unterbringungsangebote im Stadtgebiet hinaus weitere Asylsuchende aufnehmen zu können. Bürgermeister Dr. Markus Raab: „Somit ist sichergestellt, dass die Stadt ihre Aufnahmequote vollständig und auch qualitätsvoll erfüllt.“ Denn die baurechtlich und städteplanerisch geeigneten Standorte sehen einen Mix an kleinen familiengeeigneten und größeren Unterkünften für 70 Personen vor, so BM Raab. Neben dezentralen Unterbringungsangeboten, bereits genutzten Liegenschaften und den schon im Verfahren befindlichen Standorten in Zell ( Nähe Bahnhof) und in Weil ( Klosterallee) mit je 60-70 Plätzen schlägt die Stadt dem Landkreis Standorte mit bis zu 70 Personen in den Stadtteilen RSKN ( Kelterstraße, Alter Schulhof), Serach/ Hohenkreuz ( Bernhard-Denzel-Weg ) und in der Innenstadt (Neue Weststadt zwischen Schlachthausstraße und Stadtstrand) vor.

Die Stadtverwaltung hat die Landkreisverwaltung bereits für diesen Monat eingeladen, um auf der Arbeitsebene die zügige Umsetzung der Vorschläge zu besprechen. Zunächst wird die Esslinger Stadtverwaltung die Bürgerausschüsse über die Planungen informieren, die vom Gemeinderat vollumfänglich mitgetragen werden. Auch wird weiterhin der enge Kontakt zu Kirchen und Initiativen gesucht, die bereit sind, sich hier humanitär zu engagieren.

Die Stadt Esslingen sieht sich unverändert in der Verpflichtung, entsprechend ihrem Anteil an der Einwohnerzahl des Landkreises 17,4 % der Asylbewerber unterzubringen. Sie will aber darauf achten, dass die Art der Unterbringung weder Konflikte innerhalb der Unterkunft begünstigt noch das Zusammenleben im städtischen Gemeinwesen beeinträchtigt wird. Deshalb werden dezentrale Unterbringungskonzepte in Unterkünften (bis zu 70 Plätze) und in Wohnungen bevorzugt. Und deshalb sollen potentielle Standorte auch gleichmäßig im Stadtgebiet verteilt werden. Das enorme ehrenamtliche Engagement bei der Betreuung der Flüchtlinge zeigt, dass die Esslinger Bevölkerung im hohen Maße zu helfen bereit ist. Diese Bereitschaft darf nicht durch ungeeignete Lösungen gefährdet werden.

Die Belegung der Sporthalle im Berufsschulzentrum Zell und die aktuellen Überlegungen des Landkreises, die Turnhalle der Hochschule am Standort Flandernhöhe als Unterkunft zu nutzen, stoßen im Rathaus deshalb auf Unverständnis. " Die Stadt Esslingen würde eine Nutzung der Sporthalle an der Hochschule baurechtlich untersagen", unterstreicht OBM Dr. Jürgen Zieger. Um so mehr baue die Stadt darauf, so OB Zieger, dass der Landkreis von diesen Plänen wieder Abstand nimmt, da in Esslingen an anderen Standorten genügend Raum zur Verfügung steht.

Bis Ende 2015 können neben den vorhandenen und den von der Stadt dem Landkreis angebotenen Plätzen ( 3 Grundstücke, 5 Gebäude) weitere ca. 300 neue Plätze in Esslingen für Flüchtlinge geschaffen werden. In der Summe bedeuten die Planungen der Stadt Esslingen, dass bis Ende 2015 ca. 600 Plätze im Esslinger Stadtgebiet vorhanden sind, sofern der Landkreis alle Standorte realisiert. Eine Unterkunft entspricht max. 70 Personen. In den Liegenschaften sind ca. 15 Personen denkbar. Der Landkreis Esslingen geht in seinen Berechnungen von mindestens 3500 Personen aus, die bis Ende 2015 kreisweit aufgenommen werden müssen. "Nach dem Landkreisschlüssel kann die Quote Esslingens nahezu hundertprozentig erfüllt werden, sofern der Landkreis die Standorte zügig angeht. Bei höheren Flüchtlingszahlen und Ausschöpfung der benannten Standorte durch den Landkreis ist die Stadt jederzeit bereit, zusätzliche Standorte zu benennen", so BM Raab.

gez. Roland Karpentier
Pressereferent

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