PressemitteilungNummer: 0934Datum: 11/16/2020

Masterplan für die Esslinger Schulentwicklung bis 2025 vorgestellt


Masterplan für die Esslinger Schulentwicklung bis 2025 vorgestellt

OB Zieger: "Qualifikation und Bildung zentrale Lebensgrundlage für berufliche Zukunft"

Finanzieller Kraftakt mit rund 69 Mio € für moderne Schulinfrastruktur

Die Stadt Esslingen hat in den letzten Jahren in enger Abstimmung mit den Schulen, dem Gemeinderat, der Staatlichen Schulverwaltung, dem Gesamtelternbeirat und weiteren Bildungsakteuren aktiv eine strategische und nachhaltige Schulentwicklungsplanung betrieben. Im Arbeitskreis Schulentwicklung, in den Fachausschüssen und im Gemeinderat wurde seit 2012 intensiv um Antworten auf die stetigen landespolitischen Veränderungen der Schullandschaft gerungen. Dies oftmals kontrovers, aber immer sach-, lösungs- und zukunftsorientiert. Zentrales Anliegen der Verwaltung war und ist es eine attraktive, chancengerechte und zukunftsfähige Esslinger Schullandschaft zu entwickeln. Die aktuellen bildungspolitischen Herausforderungen der Bildungsgerechtigkeit, der Digitalisierung, der Ganztagsbildung, der Inklusion und eines den neuen pädagogischen Anforderungen gerecht werden Schulbaus sind Bestandteile des städtischen Gesamtkonzeptes.

" Im Masterplan Schulentwicklung 2025 sind die Grundsatzbeschlüsse der Debatten und Beschlüsse des Gemeinderates zur Entwicklung der Esslinger Schullandschaft zusammengefasst. Damit wird der politische Anspruch eingelöst, Qualifikation und Bildung als eine zentrale Grundlage für das Leben in einem demokratischen Gemeinwesen und für eine nachhaltige berufliche Zukunft sicherzustellen. Bildung ist die wichtigste Ressource zur Stabilisierung von Wohlstand, Frieden und Freiheit in unserer Gesellschaft“, betonte OBM Dr. Jürgen Zieger bei der Vorstellung am 16. November im Gemeinderat.

OB Zieger sieht die Esslinger Schulen vor dem Hintergrund der bundes- und landesweiten Herausforderungen gut aufgestellt. Die Verwaltung ist im Zusammenspiel mit den Schulen, wie der Leiter des Amtes für Bildung und Erziehung, Bernd Berroth und der technische Betriebsleiter der Städtischen Gebäude Esslingen, Oliver Wannek dem Gemeinderat berichteten, schon mitten in der Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen. Laut erstem Bürgermeister Wilfried Wallbrecht kommen die ambitionierten Ziele und aufwändigen Planungen gut voran und versprechen bis 2025 eine modernisierte, differenzierte schulische Infrastruktur. „Mit einem erheblichen finanziellen und investiven Kraftakt im Umfang von rund 69 Mio. Euro setzt die Stadt Esslingen die in die Bildung als wichtigster Ressource der Zukunft gefassten Beschlüsse konsequent um,“ berichtet Bürgermeister Wilfried Wallbrecht.

Die Stadt Esslingen erweitert, modernisiert und differenziert ihre schulische Infrastruktur. Dabei werden vielfach zugleich die energetische Bilanz verbessert, die Barrierefreiheit, die brandschutztechnischen Vorgaben und teilweise die hohen Anforderungen des Denkmalschutzes erfüllt. Ein sehr gutes Beispiele hierfür sind die beiden Innenstadtschulen Grundschule Katharinenschule und Gemeinschaftsschule Innenstadt mit insgesamt drei denkmalgeschützten Gebäuden aus der Gründerzeit um die Jahrhundertwende.

Laut Schulbürgermeister Yalcin Bayraktar werden an diesen drei Standorten all die genannten Anforderungen umgesetzt und hervorragend synchronisiert. „Es entstehen am ganztägigen Lebensort Schule moderne, großzügig erweiterte Schulgebäude mit hoher Aufenthaltsqualität. Sie ermöglichen im Gegensatz zum konventionellen Schulbau die Umsetzung einer innovativen, differenzierten Schulpädagogik mit neuesten pädagogischen Raumkonzepten.“

Die zentralen Schulbaumaßnahmen in der Übersicht:

1. Neue Schule Esslingen:

Die Neue Schule Esslingen wurde in diesem Schuljahr als dritte Esslinger Realschule neu gegründet. Mit 56 Schülerinnen und Schülern ist sie erfolgreich gestartet. Den Architektenwettbewerb zum Erweiterungs-Neubau einer 3-zügigen Realschule konnte das Büro Fritzen 28 gewinnen. Der Neubauteil soll bis zum Schuljahr 2023/2024 fertiggestellt sein. Der Kostenrahmen wird mit ca. 10,5 Mio. Euro veranschlagt.

2. Zollberg-Realschule:

Aufgrund der PCB-Belastung des bisherigen Hauptgebäudes wird dieses zurück- und neugebaut. Der Architektenwettbewerb ist im Gange. Das Preisgericht wurde coronabedingt auf Anfang 2021 verschoben. Das aktuelle Interimsschulgebäude soll im Schuljahr 2024/2025 durch einen attraktiven neuen Hauptbau ersetzt werden. Die Planung erfolgt auf der Grundlage einer 3-Zügigkeit und beinhaltet die Erweiterungsoption auf 4 Züge. Es wird mit Kosten in Höhe von 14 Mio. Euro ausgegangen.

3. Grundschule Katharinenschule

Die dreizügige Ganztagsgrundschule wird auf 4 Züge erweitert. Das Maßnahmenpaket beinhaltet die Generalsanierung, den Ausbau des Dachgeschosses um 400 m²und die Umsetzung einer Mensa. Die im Oktober 2020 begonnene Baumaßnahme soll im Januar 2022 abgeschlossen sein. Als Kosten werden 9,14 Mio. Euro veranschlagt.

4. Gemeinschaftsschule Innenstadt

Die zukünftig 5-zügige Gemeinschaftsschule an zwei Standorten (Klaraanlage und Schillerpark) soll eine dreizügige gymnasiale Oberstufe erhalten. Nach positiver Empfehlung durch das Regierungspräsidium Stuttgart, steht hier noch die endgültige Zusage des Kultusministeriums aus. Das Maßnahmenpaket beinhaltet auch hier eine Generalsanierung mit Dachausbau mit 350 m² im Gebäude Blumenstraße 31. Im Schillerpark soll ein kleiner Anbau zusätzliche Räume schaffen. Im Februar 2022 werden die Baumaßnahmen in der Klaraanlage beginnen und mit allen Bauabschnitten im Dezember 2024 im Schillerpark abgeschlossen sein. Der Gesamtkostenrahmen liegt bei 19,14 Mio. Euro.

5. Georgii-Gymnasium

Am Georgii-Gymnasium wurde ein neues, attraktives Ganztagsraumkonzept entwickelt. Dabei soll die bisherige Hausmeisterwohnung für den Ganztagsbereich umgenutzt werden. Durch die Neuordnung des Lern- und Aufenthaltsbereichs werden eine verbesserte Anbindung des Ganztagsbereichs und eine räumliche Anbindung von Neubau, Altbau und Mensa erreicht. Der Lernbereich soll im Schuljahr 21/22 und die Aufenthaltsbereich im Schuljahr 25/26 mit Kosten in Höhe von 780.000 Euro umgesetzt werden.

Bei den weiterführenden Schulen wurde die Entscheidung über die Zukunft der Lerchenäckerschule vertagt. Diese soll zu einem späteren Zeitpunkt auf der Grundlage aktueller Daten getroffen werden.

6. Grundschule Zell

Die Grundschule Zell wird mit einem Kostenvolumen von 14,4 Mio. Euro neu gebaut und soll voraussichtlich im Januar 2023 in Betrieb gehen können.

7. Grundschule Mettingen

An der Grundschule Mettingen wird das Dachgeschoss mit einem Kostenumfang von 800.000 Euro ausgebaut, um zusätzliche Raumkapazitäten zu schaffen.

Förderung des Landes und Abbau des Instandhaltungsstaus

Für die genannten Maßnahmen wird die Stadt Esslingen Schulbaufördergelder in Höhe von ca. 9 Mio € erhalten. Zugleich wird durch die Modernisierungen der Bestandsgebäude und die Ersatzneubauten der Instandhaltungsstau an den Schulen um ca. 16 Mio. Euro abgebaut.

gez. Roland Karpentier

Pressesprecher

für Rückfragen der Presse:

Bernd Berroth, Amt für Bildung, Erziehung und Betreuung, Tel. 0711 3512-2269, Oliver Wannek, Technischer Betriebsleiter Städtische Gebäude Esslingen, Tel. 0711 3512-2274





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