PressemitteilungNummer: 0938Datum: 11/17/2020

Prävention in der Pflege - der Weg zu einer gesunden Pflegeeinrichtung

Gemeinsame Pressemitteilung:

Prävention in der Pflege – der Weg zu einer gesunden Pflegeeinrichtung


Die Städtischen Pflegeheime Esslingen am Neckar haben mit der AOK Baden-Württemberg einen Kooperationsvertrag zum Aufbau einer nachhaltigen Gesundheitsförderung von Beschäftigten und Bewohner*innen abgeschlossen. Mit dem Projekt „Prävention in der Pflege - kurz: PiP“- sollen erstmals Maßnahmen der Prävention für Pflegebedürftige in der stationären Pflege mit Maßnahmen betrieblicher Gesundheitsförderung in der Pflegeeinrichtung verbunden werden.

„Ziel ist eine gesunde Pflegeeinrichtung mit einer ganzheitlichen Gesundheitskultur, die die Mitarbeitergesundheit ebenso im Blick hat wie das Wohlbefinden der Bewohner*innen“, so Thilo Naujoks, Geschäftsführer der Städtischen Pflegeheime, der sich über die Initiative und das Angebot der AOK außerordentlich freut.

Gesunde Beschäftigte sind die Grundlage für eine gute Pflege und damit für das Wohlbefinden der Bewohner*innen.

Zwar gibt es bisher schon viele Einzelmaßnahmen im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements und auch zahlreiche Gesundheitsangebote für Bewohner*innen. Jedoch kommt es jetzt darauf an, die einzelnen Bausteine zusammenzuführen und nachhaltige betriebliche Strukturen, Abläufe und Prozesse aufzubauen, die unter Beteiligung der Beschäftigten das Gesundheitsmanagement und den Präventionsgedanken fest im Lebens- und Arbeitsalltag verankern.

Hierfür stellt die AOK neben einem Expertenteam jedem beteiligten Pflegeheim eine AOK-Werkzeugkiste mit Wissen und Vorlagen für die Umsetzung sowie eine umfangreiche finanzielle Unterstützung zur Verfügung. Die Städtischen Pflegeheime können mit dieser finanziellen Unterstützung eine Gesundheitsmanagerin ausbilden und finanzieren. Die Gesundheitsmanagerin sorgt dafür, dass es in jedem Pflegeheim Gesundheitslotsen gibt und steuert einen heimübergreifenden „Arbeitskreis Gesundheit“. Zudem können mit dieser Finanzspritze bereits erste Präventionsangebote finanziert werden.

„Die Corona-Pandemie hat den Projektstart im Frühjahr zwar etwas verlangsamt, dennoch hat sich in jedem Pflegeheim bereits ein Gesundheitsteam gebildet, das die speziellen Bedürfnisse vor Ort aufnimmt“, freut sich Veronika Zeller, die neue Gesundheitsmanagerin der Städtischen Pflegeheime. Jetzt wird das betriebliche Gesundheitsmanagement aus dem „Dornröschenschlaf geweckt“, die ersten Aktionen stehen bereits fest“, so Veronika Zeller weiter:

„Wir starten jetzt mit einer umfassenden Mitarbeiterbefragung, auf dieser Grundlage werden dann Arbeitsplatzanalysen durchgeführt und für alle Beschäftigten gibt es eine professionelle Mitarbeiterberatung auch für schwierige persönliche Lebenslagen.“

Ein besonderes Augenmerk legen die Städtischen Pflegeheime auf die feste Verankerung und Weiterentwicklung von Kinaesthetics: eine pflegerische Grundhaltung, die dem Erhalt der Mobilität pflegebedürftiger Menschen ebenso dient wie dem rückenschonenden Arbeiten der Pflegekräfte. Denn Muskel-Skelett-Erkrankungen sind ein großes Thema in diesem Beruf!

„Im nahen Austausch mit den Mitarbeitern der Städtischen Pflegeheime spüre ich die hohe Motivation und das große Interesse an dem Thema. Die verschiedenen Häuser und Abteilungen bringen sich engagiert ein. Die Chancen stehen also gut, dass die ehrgeizigen Ziele des Projektes trotz der aktuellen Situation erreicht werden können“, zeigt sich Meike Müller, Prozessberaterin und Expertin im Bereich Gesundheitsprävention der AOK Baden-Württemberg, zuversichtlich.

Projekt und Förderung sind auf zwei Jahre angelegt, danach wollen die Städtischen Pflegeheime die Prävention in der Pflege selbständig fortführen. Beteiligt sind alle Standorte des Unternehmens: die Pflegeheime Obertor, Berkheim, Pliensauvorstadt, Hohenkreuz und Oberesslingen ebenso wie die Tagespflege am Zollernplatz.

gez. R. Karpentier

Pressereferent

Als Ansprechpartner steht Ihnen Herr Thilo Naujoks, Geschäftsführer der Städtischen Pflegeheime Esslingen a.N., Tel.: 0711/35172-5022, zur Verfügung.

Email: thilo.naujoks@pflegeheime-esslingen.de






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E-Mail : roland.karpentier@esslingen.de oder buero.oberbuergermeister@esslingen.de
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