PressemitteilungNummer: 0506Datum: 12/11/2017

Networking the Unseen


Ausstellung Networking the Unseen in der Villa Merkel

Am 20. Dezember eröffnet in der Villa Merkel, Galerie der Stadt Esslingen, die thematische Gruppenausstellung „Networking the Unseen“. Die Ausstellung wurde konzipiert von Gretta Louw, der diesjährigen Bahnwärterstipendiatin im Bereich bildende Kunst, und zusammen mit dem Team der Villa Merkel umgesetzt.

„Networking the Unseen“ bringt zeitgenössische Kunstwerke indigener und australischer Künstlerinnen und Künstler zusammen mit Werken der Gegenwartskunst, die auf einem westlich tradierten Kunstbegriff basieren. Vor dem Hintergrund einer durch Digitalisierung und Netzwerk-Technologien angestoßenen radikalen und umfassenden gesellschaftlichen Verwandlung präsentiert die Ausstellung Werke von Künstlern, die die Auswirkungen der fortschreitenden Technologie auf Gesellschaft, Natur, Kunst und das Selbstverständnis von Individuen kritisch fokussieren. „Networking the Unseen“ bietet aus dem Blickwinkel digitaler und medienbasierter Kunst breite Perspektiven auf Fragen, denen sich derzeit weltweit Communities zu stellen haben. Das Projekt schlägt Strategien einer Umorientierung unserer Beziehung zur technologischen Entwicklung und dem damit einhergehenden Kulturwandel vor.

Im Wesentlichen rückt „Networking the Unseen“ zwei Pole in den Fokus: Die Erdung, auf der einen, und die Digitalität auf der anderen Seite. Die Ausstellung bietet Besucherinnen und Besuchern einen Anstoß, verstärkt die eigenen Beziehungen zur Technik und zum Netz zu reflektieren. Worin entwirft die Digitalisierung zukunftsoptimistische aber auch -pessimistische Tendenzen und welche emanzipatorischen Potenziale können wir in unseren Gesellschaften ergreifen? Die Ausstellung ist eine Anregung, die in Netzwerken verborgenen, oft brachliegenden Potenziale zu nutzen, seien diese im Digitalen oder im Physischen angesiedelt. Bipolar angelegte Netzwerke bedeuten Kommunikation, Interesse am Fremden, die Chance beginnenden gegenseitigen Verständnisses – vice versa. Und im Digitalen mag sich eine solche integrative Kraft über weite Räume und bis dato bestehende kulturelle Grenzen hin bestens entwickeln. Mit diesem Grundklang steht „Networking the Unseen“ in einer inhaltlichen Beziehung zur Sommerausstellung des vergangenen Jahres – „Good Space“ verhandelte seinerzeit die Chancen der ästhetischen, politischen und urbanen Räume. „Networking the Unseen“ schließt so an die mutige, experimentierfreudige und innovative Programmatik der Villa Merkel selbst an.

„Networking the Unseen“ zeigt Arbeiten von:
Nora Al-Badri & Jan Nikolai Nelles (D), Brook Andrew (AUS), Aram Bartholl (D / NL), Neil Jupurrurla Cook (AUS), Michael Erglis (AUS), Jenny Fraser (AUS), Barbara Herold & Florian Huth (D), Lily Hibberd (AUS), Agnes Jänsch (D), Gretta Louw (D /AUS), Owen Mundy (USA), Katrin Petroschkat (D), Plan B (D / GB), Anahita Razmi (D), Curtis Taylor (AUS), Addie Wagenknecht (A / USA), Nine Yamamoto-Masson (F / J) und Werke aus dem Warnayaka Art Centre (AUS)



Zur Biografie der Kuratorin:
Gretta Louw ist eine interdisziplinär tätige Künstlerin, Schriftstellerin und Kuratorin. Geboren in Südafrika, wuchs sie in Australien auf und lebt nun in München. In ihrer Arbeit konzentriert sie sich auf psychische Phänomene und die soziokulturellen Auswirkungen der neuen Medien und des Internets. Ihr Studium der Psychologie schloss sie 2002 an der University of Western Australia ab. Ihre Arbeiten wurden weltweit gezeigt, unter anderem in New York, Berlin, Jakarta, London und Tel Aviv und in einer Reihe von öffentlichen Institutionen wie dem Kunstmuseum Solothurn, dem Kunstverein Ludwigshafen und LABoral Centro de Arte y Creación im spanischen Gijón. 2014 wurde Gretta Louw mit dem Heinrich-Vetter-Preis für ihre künstlerische Arbeit ausgezeichnet.



Andreas Baur
Galerien der Stadt Esslingen am Neckar



Für die Medien:
Am Dienstag, 19. Dezember 2017, besteht um 11 Uhr, begleitet durch die Kuratorin und die Galerieleitung, für die Vertreterinnen und Vertreter der Presse und Medien die Möglichkeit zur Vorbesichtigung der Ausstellung „Networking the Unseen“.

Zur Eröffnung am Mittwoch, 20. Dezember 2017, 19 Uhr, sind Sie ebenfalls in die Villa Merkel eingeladen.


Weitere Informationen:
Download von Pressebildern unter www.villa-merkel.de (Login: press / Passwort: pr1vi)

Sie können sich selbstverständlich auch an die Villa Merkel wenden (Tel: +49 711 3512-2640,

E-Mail: villa-merkel@esslingen.de







Lily Hibberd und Curtis Taylor, The Phone Booth Project, 2012, Dreikanal-Videoinstallation
Installationsansicht, 2012, Fremantle Arts Centre, Fremantle, Australien





Warnayaka Art Centre, Lajamanu, Australien; Photo: Michael Erglis




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