PressemitteilungNummer: 0421Datum: 10/01/2015

CVJM Esslingen bietet Landkreis eine Fläche für Interimsunterkunft an der Römerstrasse an


Gemeinsame Pressemitteilung von Stadt Esslingen und CVJM Esslingen


CVJM Esslingen bietet dem Landkreis eine Fläche zur befristeten Unterbringung von bis zu 300 Flüchtlingen an der Römerstraße an

OB Zieger dankt CVJM für Solidarität und Verantwortungspartnerschaft

„Die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen sowohl in der vorläufigen Unterbringung als auch in der Anschlussunterbringung ist eine besondere gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Ihr stellt sich die Stadt Esslingen am Neckar mit Unterstützung vieler Partner mit Nachdruck. Gemeinderat und Stadtverwaltung sind dem CVJM Esslingen deshalb sehr dankbar dafür, dass seine Mitgliederversammlung am 30. September mit großer Mehrheit den Beschluss gefasst hat, dem Landkreis Esslingen auf dem vereinseigenen Areal an der Römerstraße zeitlich befristet und pachtweise einen Standort für Unterkünfte für bis zu 300 Personen als Notquartier anzubieten. Denn die zeitnahe Schaffung von Unterkünften für die vorläufige Unterbringung und von Notquartieren können wir in Esslingen nur gemeinsam schaffen“, zeigte sich Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger erfreut über das positive Votum der CVJM- Mitgliederversammlung.

OB Jürgen Zieger hatte sich an den Vorstand des CVJM Esslingen mit der Bitte gewandt, seitens des CVJM zu prüfen, evtl. eine geeignete Fläche für ein auf einige Jahre befristetes Notquartier zur Verfügung zu stellen. Nach ausführlichen Vorgesprächen zwischen dem CVJM, Vertretern des Landkreises und der Esslinger Verwaltungsspitze und auf Basis einer Beschlussempfehlung des CVJM- Vorstandes gab die Mitgliederversammlung dafür jetzt grünes Licht. Nach umfangreicher interner Diskussion bietet der CVJM somit dem Landkreis Esslingen auf dem vereinseigenen Sportplatz an der Römerstraße eine geeignete Fläche zur Errichtung eines mehrgeschossigen Standortes in Systembauweise für bis zu 300 Menschen an. Der Landkreis begrüßt dieses Angebot ebenfalls, bei dem ca. die Hälfte des Platzes für den Verein weiter nutzbar bleibt, und wird nun zeitnah die Detailprüfung der angebotenen Fläche mitsamt den notwendigen Realisierungsschritten starten.

OB Jürgen Zieger und die Fraktionsspitzen des Esslinger Gemeinderates hatten am 22. September angekündigt, dass die Stadt Esslingen in Abstimmung mit ihren lokalen Partnern als Ergänzung ihres modifizierten dezentralen Konzeptes auch einen ersten Standort für eine Interimsunterkunft für bis zu 300 Flüchtlinge anbieten wird. Die Stadt Esslingen unterstützte bereits letzte Woche das Land mit einem Notquartier für 300 Menschen in der Schelztor- Sporthalle, die nach ihrer Räumung inzwischen wieder dem Schul- und Vereinssport zur Verfügung steht. Auch bei der Verteilung von Menschen am Bahnhof und bei der seit 23. September erfolgten Belegung der landeseigenen Sporthalle an der Hochschule Esslingen mit rund 200 Flüchtlingen unterstützt die Stadt Esslingen das Land.

„In dem Beschluss der CVJM - Mitgliederversammlung sehen Gemeinderat und Verwaltung ein beispielhaftes Bekenntnis der Stadtgemeinschaft zur gemeinsamen Lösung der aktuellen Aufgabe Nr. 1 und einen Beweis für praktische Solidarität. Das positive Votum der Mitgliederversammlung unterstreicht die moralisch- ethische Leistungsfähigkeit unserer Stadtgesellschaft. Und sie unterstreicht die notwendige Verantwortungspartnerschaft bei der Lastenverteilung in der Unterbringung der zu uns geflüchteten Menschen“, bekräftigte OB Zieger.

Gabriele Deutschmann, Leitende Referentin des CVJM Esslingen, betont: „Wir haben uns als CVJM diese Entscheidung nicht leicht gemacht, weil mit dem teilweisen Verzicht auf unsere Sportflächen wesentliche Einschränkungen für unsere Jugendarbeit verbunden sind. Zugleich ist es uns als christlichem Verein aber wichtig, in der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderung ein Zeichen zu setzen.“ Christof Bunz, der 1. Vorsitzende des Vereins ergänzt: „Wir wollen gern dazu beitragen, dass heimatlos gewordene Menschen auf unserem Platz vorübergehend eine Unterkunft finden können. Wenn wir darüber hinaus auch durch Angebote und gemeinsame Aktionen dabei mitwirken können, dass Fremde sich in unserer Stadt schneller zuhause fühlen, hat sich der Einsatz gelohnt. Natürlich hoffen wir dabei auch auf Unterstützung durch die Stadt und durch andere Vereine oder Kirchengemeinden. Da wir auch Ausweichmöglichkeiten für unsere Sportangebote benötigen, setzen wir auf die Solidarität der anderen Vereine.“

gez. Roland Karpentier
Pressereferent

gez. Gabriele Deutschmann
Leitende Referentin CVJM Esslingen

für evtl. Rückfragen der Presse beim CVJM Esslingen, Frau Deutschamnn, Tel. 0711/39696515
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