PressemitteilungNummer: 0959Datum: 12/08/2020

Erfolgreich abgeschlossenes Hochwacht-Stipendium


Erfolgreich abgeschlossenes Hochwacht-Stipendium

Anfang November hat sich die diesjährige Hochwacht-Stipendiatin Nadja Lang aus Esslingen verabschiedet. Die Präsentation der Forschungsergebnisse, zu der üblicherweise zum Abschluss des jährlichen Stipendiums eingeladen wird, konnte bisher aufgrund der anhaltenden COVID-19-Pandemie nicht öffentlich durchgeführt werden. „Wenn es klappt, werden wir die Vortragsveranstaltung im Frühjahr 2021 nachholen, noch bevor im Mai eine neue Stipendiatin bzw. ein neuer Stipendiat die Hochwacht bezieht“, hofft Alexa Heyder, die Leiterin des Kulturamts.

Nadja Lang, die aus Bayreuth stammt und nach ihrem absolvierten Masterstudium in Kunstgeschichte und Museologie eine Dissertation an der Universität Heidelberg begonnen hat, verbrachte den Sommer 2020 auf der Esslinger Burg. Dort ist in der Hochwacht für Stipendiatinnen und Stipendiaten ein Wohn- und Arbeitsdomizil eingerichtet.

Ziel ihres Forschungsprojekts war eine kunsthistorische Einordung von verschiedenen Bauabschnitten des späten 13. und frühen 14. Jahrhunderts des Kloster Maulbronn in der hochgotischen Architektur Südwestdeutschlands und des Oberrheins. Dafür setzte sich Nadja Lang u. a. mit der Esslinger Stadtkirche St. Dionys, St. Paul als ehemaliger Dominikanerkirche und der sogenannten Hinteren Kirche als ehemalige Franziskanerkirche auseinander. Der Fokus lag dabei vor allem auf dem Vergleich von Bauskulptur, wie z. B. Kapitellen und Schlusssteinen, und anderen stilistischen Details.

„Der regionale und überregionale Vergleich hat geholfen, die interne Abfolge der Bauabschnitte in Maulbronn, sowie deren zeitliche Einordnung zu präzisieren“, sagt Nadja Lang über die Ergebnisse ihrer Esslinger Forschung. Sie erzählt rückblickend: „Die Zeit in Esslingen war – trotz Corona – sehr schön und besonders. In meiner Forschung war ich kaum eingeschränkt. Man kann sich ein halbes Jahr sehr gut, mit viel Unterstützung von Seiten der Stadt und des Landesamts für Denkmalpflege, auf sein Projekt konzentrieren und dabei eine wirklich einmalige Wohnsituation genießen. Insofern kann ich das Stipendium nur jeder und jedem ans Herz legen.“

Noch bis zum 15. Dezember können sich Forschende aus den Bereichen Architektur- oder Kunstgeschichte, Bauforschung, Denkmalpflege, Restaurierung, Mittelalterarchäologie, Landschaftsarchitektur bzw. Stadtbaugeschichte für das Hochwacht-Stipendium 2021 bewerben.
www.hochwacht-stipendium.de


Ausblick von der Hochwacht, Foto v. Nadja Lang 2020 (1).jpgAusblick von der Hochwacht, Foto v. Nadja Lang 2020 (2).jpg

Gudrun Fretwurst
Kulturamt
Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0711 3512-2670
E-Mail: gudrun.fretwurst@esslingen.de

Gez. Michael Botsch,
Pressestelle




Büro des Oberbürgermeisters Neues Rathaus Postfach 10 03 55 73726 Esslingen am Neckar Telefax 0711 / 3512 -3181
Verantwortlich: Pressereferent Roland Karpentier, Telefon 0711 / 3512 - 2732 oder 2570
E-Mail : roland.karpentier@esslingen.de oder buero.oberbuergermeister@esslingen.de
Internet: http//www.esslingen.de