PressemitteilungNummer: 0066Datum: 02/16/2018

Standesamtliche Statistik 2017


Die Ehe für alle beschert dem Standesamt neue Rekordzahl bei den Eheschließungen

Zu vielen Diskussionen, aber auch zu großer Akzeptanz in der Bevölkerung, hat im vergangenen Jahr die Einführung der „Ehe für alle“ geführt. Gleichgeschlechtliche Paare können also seit dem 01.10.2017 ganz formal „heiraten“ oder auch ihre bisherigen Lebenspartnerschaften in echte „Ehen“ umwandeln lassen, was in Esslingen am Neckar 13 Paare bereits taten. Insgesamt 623 Trauzeremonien fanden 2017 so beim Standesamt in Esslingen statt. 60 % aller Paare gaben sich ihr „Ja-Wort“ im beliebten Trausaal des Alten Rathauses, aber viele entschieden sich auch für die weniger emotionale Variante am Schreibtisch ohne Ansprache und Gäste. Im letzten Jahr immerhin 61 Paare.

Neben den Event-Trauorten „Beletage“ bei Kessler Sekt und der „Dachterrasse“ des Hotel Park Consul (früher Best Western), wird ab 2018 mit der Villa Nagel ein weiterer, ganz besonderer Trauort das Angebot des Standesamtes erweitern und ergänzen. Dort werden ganzjährig Trauungen auch unter freiem Himmel für maximal 50 Personen angeboten, für einen anschließenden Sektempfang stehen verschiedene Räume zur Verfügung. Das Esslinger Standesamt freut sich, somit zusätzlich ein außergewöhnliches und attraktives Ambiente als Kulisse für einen ganz besonderen Tag anbieten zu können.

Ganz klassisch hingegen bleibt weiterhin die Namenswahl in der Ehe, wonach 73% den Namen des Mannes zum Ehenamen wählen. Der Doppelname hingegen ist nur noch selten eine Option, da entscheiden sich 20 % aller Paare lieber konsequent für die getrennte Namensführung. Auch für viel Diskussion, aber letztendlich auch guter Akzeptanz, führte im vergangenen Jahr die Einrichtung der Fußgängerzone zwischen dem Neuen und dem Alten Rathaus. Zwar schenkte das Ordnungsamt dem ein oder anderen Paar zur Hochzeit auch schon mal ein Knöllchen, aber inzwischen hat es sich rumgesprochen und die Hochzeitsgäste kommen artig zu Fuß.

An die hohe Geburtenquote des Vorjahres (1933) konnten die 1833 beurkundeten Geburten im Jahr 2017 zwar nicht anknüpfen, in der Gesamtschau auf den Trend der letzten Jahre ist dies jedoch weiterhin eine sehr hohe Rate. Beim Ranking der beliebtesten Vornamen gibt es eine Neuerung, da die Auswertung mit dem letzten Programm-Update nun zwischen erstem und weiteren Vornamen unterscheidet. Ein direkter Vergleich mit dem Vorjahr ist heuer deshalb nicht möglich.

Rangliste der ersten Vornamen bei den Mädchen: Emma (10), Clara (13), Emilia (13), Lena (12), Leni (12), Emily (11), Hannah (11), Mia (11), Greta (10), Klara (10)

Rangliste der ersten Vornamen bei den Knaben: David (16), Noah (15), Paul (14), Leon (13), Leo (12), Felix (10), Liam (10), Maximilian (10), Samuel (10), Elias (9)

Alles sehr klassische und seit Jahren beliebte Vornamen, aber auch Ungewöhnliches: Ein Mädchen darf sich künftig „Princess“ nennen und geht vielleicht mal mit „Rambo“ in die Schule, und auch mit fünf Vornamen wurde ein Junge beglückt. Aus evangelischen Landeskirchen sind 275 Personen, aus der katholischen Kirche 183 ausgetreten. Gegenüber dem Vorjahr ist auch bei den Sterbefällen ein leichter Anstieg von 5 % zu verzeichnen. Beurkundet wurden 1231 Sterbefälle. Bei dieser Gelegenheit sei nochmals darauf hingewiesen, dass durch die Notariatsreform ab 01.01.2018 in Nachlassangelegenheiten nun nicht mehr, wie bislang die Notariate, sondern die jeweiligen Amtsgerichte zuständig sind.

Für Rückfragen der Presse: Rosita Gerstner, Sachgebietsleitung beim Standesamt, Telefon: 3512-2651, Mail: rosita.gerstner@esslingen.de




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