PressemitteilungNummer: 0577Datum: 02/10/2020

Hochwacht-Stipendium 2020 vergeben


Esslinger Hochwacht-Stipendium zu bauhistorischer Forschung zum dritten Mal vergeben

Mit ihrem Forschungsprojekt "Verortung der Maulbronner Hochgotik in der Architektur Südwestdeutschlands" überzeugte Nadja Lang aus Heidelberg die Jury: Sie erhält das Hochwacht-Stipendium 2020, das nun bereits zum dritten Mal von der Stadt Esslingen am Neckar gemeinsam mit der ZukunftsStiftung Heinz Weiler vergeben wird.

Nadja Lang setzt derzeit ihr in Paris begonnenes Internationales Masterstudium (Kunstgeschichte, Museologie) in Heidelberg fort. Die aus Bayreuth stammende Wissenschaftlerin hatte 2016 ihr Bachelorstudium der Kunstgeschichte und Allgemeinen Sprachwissenschaft an der Universität Tübingen abgeschlossen. In Esslingen wird sie die Architektur in Südwestdeutschland und insbesondere die schwäbischen Bauten aus dem späten 13. und frühen 14. Jahrhundert in den Blick nehmen.

In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts entwickelten sich im deutschsprachigen Raum zunehmend eigenständige lokale Spielarten der gotischen Architektur und Formensprache, die Gegenstand laufender Forschungsdebatten sind. Die Datierung der Bauteile auf Grundlage stilistischer Merkmale bereitet oft Probleme, ebenso wie die Bewertung ihrer Qualität. Vor diesem Hintergrund wird Nadja Lang die bisher wenig erforschten hochgotischen Bauteile im Zisterzienserkloster Maulbronn auf Grundlage einer systematischen Analyse möglicher Vergleichsbauten untersuchen. Hierbei erscheint ihr der Vergleich mit den drei Esslinger Kirchen (St. Dionys, St. Paul als ehemalige Dominikanerkirche und die sogenannte Hintere Kirche als ehemalige Franziskanerkirche) besonders zielführend und wird eine zentrale Rolle in ihrem Forschungsprojekt einnehmen.

Inhaltlich begleitet wird die Stipendiatin durch das Landesamt für Denkmalpflege sowie durch die städtischen Einrichtungen, die für die (Bau-)Geschichte der Stadt zuständig sind. Während der Laufzeit des Stipendiums wird Nadja Lang in die Kulturszene Esslingens eingebunden und erhält die Möglichkeit, den Arbeitsfortschritt sowie das abgeschlossene Forschungsprojekt zu präsentieren.

Mit dem Hochwacht-Stipendium zu bauhistorischer Forschung, konzipiert von Kulturamt und ZukunftsStiftung Heinz Weiler, hat die Stadt Esslingen am Neckar ein deutschlandweites Alleinstellungsmerkmal. Es richtet sich an den wissenschaftlichen Nachwuchs aus den Bereichen Architektur- oder Kunstgeschichte, Bauforschung, Denkmalpflege, Restaurierung, Mittelalterarchäologie, Landschaftsarchitektur bzw. Stadtbaugeschichte. Nadja Lang erhält mit dem Stipendium von Mai bis Oktober 2020 ein Wohn- und Arbeitsdomizil in der Esslinger Burg, um dort ungestört und konzentriert forschen und arbeiten zu können. Neben der freien Nutzung der Esslinger Hochwacht umfasst das Stipendium einen Unterhaltszuschuss von 1.500 € monatlich.

Weitere Informationen unter https://www.zukunftsstiftung.de/nadja+lang

Flyer Hochwacht-Stipendium 2020.pdfFlyer Hochwacht-Stipendium 2020.pdfPorträt Nadja Lang.JPG

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