PressemitteilungNummer: 0083Datum: 02/25/2010

Geschwindigkeitsreduzierungen auf der B 10 und B 313


Luftreinhalteplan Stuttgart

Auswirkungen des Lkw Durchfahrtsverbotes auf das Esslinger Stadtgebiet
Geschwindigkeitsreduzierung auf 80/60 km/h auf B 10 und B 313

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hielt im August 2009 das Regierungspräsidium Stuttgart an, bis Ende Februar 2010 in einem erweiterten Aktionsplan zum Luftreinhalteplan Stuttgart eine deutliche Reduzierung der Feinstaubbelastung in der Landeshauptstadt zu erreichen. Als zentralen Baustein sieht der Aktionsplan ein Lkw Durchfahrtsverbot der Stadt Stuttgart vor. Im Rahmen der Fortschreibung des Luftreinhalte-/Aktionsplans für den Regierungsbezirk Stuttgart – Teilplan Stuttgart – weitete das Regierungspräsidium jetzt zum 1. März 2010 die östliche LKW-Durchfahrtsverbotszone im Bereich Stuttgart auf den Bereich zwischen BAB A 8 / B 313 / B 10 aus. Diese östliche Durchfahrtsverbotszone für LKW umfasst in Esslingen am Neckar auch die Berkheimer Aufstiegsstrasse.

Die Stadt Esslingen hatte bereits frühzeitig im letzten Jahr in einem Schreiben an das Regierungspräsidium darauf hingewiesen, dass eine, wie ursprünglich vorgesehen, ausschließlich auf das Stadtgebiet von Stuttgart fokussierte Betrachtung für die Stadt Esslingen nicht akzeptabel ist, da damit die Lkw Verkehrsströme auf das Straßennetz der angrenzenden Städte und Gemeinden verlagert wird und hier zu deutlichem Mehrverkehr führt. Im Stadtgebiet von Esslingen betrifft dies, wie zwischenzeitlich durch eine Belastungsrechnung der Universität Stuttgart nachgewiesen wurde, im Wesentlichen die L 1192 sowie die B 10.

Als Folge dieser Einwände, die auch von anderen Städten und Gemeinden im Umfeld von Stuttgart geteilt werden, hat das Regierungspräsidium Stuttgart den östlichen Korridor mit einer Durchfahrtsbeschränkung bis zur B 313 ausgeweitet, so dass sämtliche Durchfahrtsbeziehungen von der Filderebene ins Neckartal damit ebenfalls abgedeckt werden. Zur verträglichen Abwicklung des zusätzlichen Lkw Verkehrs auf der B 10 sowie der B 313 und der damit einhergehenden Lärmzunahme hat das Regierungspräsidium jetzt auch einer langjährigen Forderung der Stadt Esslingen für eine Geschwindigkeitsreduzierung von 80km/h für Pkw und 60 km/h für Lkw zugestimmt, die ebenfalls Bestandteil der Esslinger Lärmaktionsplanung ist. Diese Geschwindigkeitsregelung entspricht der seit nunmehr fast 20 Jahren bestehenden Regelung auf der B 10 im Stadtgebiet Stuttgart, so dass zukünftig auf der gesamten Strecke bis zum Plochinger Dreieck bzw. auf der B 313 vom Dreieck Plochingen bis zur BAB A 8 eine einheitliche Regelung gelten wird. Neben der Lärmminderung soll dies auch der Steigerung der Verkehrskapazität und der Verstetigung des Verkehrsflusses diesen.

„Mit der Geschwindigkeitsbegrenzung auf der B 10, der Ausweitung der östlichen Durchfahrtsverbotszone für LKW und der wissenschaftlichen Untersuchung dauerhafter Sperrungen für LKW-Durchfahrten werden alle langjährigen Forderungen der Stadt Esslingen am Neckar mit dem Luftreinhalteplan erfüllt“, zeigte sich Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger erfreut über die dadurch in Esslingen wirksam werdenden Beiträge zur Lärmminderung sowie zur Luftreinhaltung.

In seiner Sitzung vom 1.2.2010 hatte sich der Ausschuss für Technik und Umwelt des Esslinger Gemeinderates auf Vorlage der Verwaltung eingehend mit den Auswirkungen eines Lkw Durchfahrtsverbotes beschäftigt. Dabei wurde ein Gesamtkonzept für eine Lkw Verkehrslenkung für Stuttgart und die Umlandgemeinden angemahnt, um weiträumigen Umverlagerungen von Lkw Verkehrsströmen über den Schurwald zu begegnen. Oberbürgermeister Dr. Zieger hatte in einem Schreiben an das Regierungspräsidium die Forderung der Stadt Esslingen nach einem Gesamtkonzept bekräftigt, um zusätzliche Verkehrsbelastungen der Umlandgemeinden als Folge der Lkw Durchfahrtsverbotes in Stuttgart auszuschließen.

Zwischenzeitlich hat das Regierungspräsidium das Lkw Durchfahrtsverbot auch auf die L 1201 und die L 1150 ab dem Weißen Stein (Plochingen-Stumpenhof) Richtung Baltmannsweiler-Schorndorf erweitert. Nach Einschätzung der städtischen Verkehrsplanung und des Ordnungsamtes werden die Schurwaldquerungen im Stadtgebiet von Esslingen durch die geplanten Maßnahmen nur in geringem Umfang von verlagerten Lkw Verkehrsströmen tangiert. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass mit dem Durchfahrtsverbot auf der L 1192 als Verbindung zur A 8 sowie der Herausnahme der B 10 (Neckartal)/B14 (Remstal) aus der Durchfahrtsbeschränkung nur in sehr geringem Maße Umverlagerungen durch das Stadtgebiet von Esslingen erfolgen dürften.

Auf Vorschlag der Stadt Esslingen veranlasste das Regierungspräsidium Stuttgart eine Belastungsrechnung für die geplante Verkehrsregelung durch die Universität Stuttgart. Parallel hierzu erfolgen von der Stadt auf den möglichen Ausweichrouten der L 1199 über den Stettener Sattel sowie auf der L 1150/ K 1267 Schorndorfer Straße – Aichwald kontinuierliche Verkehrserhebungen, um die Entwicklung des Schwerverkehrsaufkommens zu beobachten und gegebenenfalls reagieren zu können.

Gez. Roland Karpentier
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