PressemitteilungNummer: 0322Datum: 08/07/2019

Schadstoffmessungen an 14 Kindertageseinrichtungen: Alle Gebäude uneingeschränkt weiter nutzbar


Gutachten mit den Messergebnissen zu den Schadstoffmessungen an 14 Kindertagesinrichtungen liegen vor

Bei der laufenden Untersuchung der städtischen Gebäude wurden Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen mit höchster Priorität behandelt. Um möglichst frühzeitig Ergebnisse zu bekommen, beauftragte die Stadt Esslingen am Neckar mehrere Gutachter damit, an 14 Kita-Gebäuden aus der Zeit von 1965 bis 1980 Schadstoffmessungen vorzunehmen. Inzwischen liegen bei den Städtischen Gebäuden Esslingen die Messergebnisse der untersuchten Gebäude vor. "Wir haben jetzt die erfreuliche Bestätigung, dass eine Gesundheitsgefährdung in allen 14 Kindertageseinrichtungen ausgeschlossen werden kann. Zudem können die Gebäude uneingeschränkt weiter genutzt werden", so Erster Bürgermeister Wilfried Walbrecht. Die Messeergebnisse können auf der städtischen Homepage unter https://www.esslingen.de/pcb eingesehen werden.

Die Gutachter hatten die Aufgabenstellung zu prüfen, ob möglicherweise eine Gefährdung durch schadstoffhaltige Materialien besteht. Dazu wurde die Innenraumluftqualität anhand von Messungen auf die Schadstoffparameter PCB (polychlorierte Biphenyle), PCP, Lindan sowie Formaldehyd und weitere Aldehyde unter Ausgleichsbedingungen untersucht und bewertet. Insgesamt zeigt sich ein erfreuliches Ergebnis, da bei der überwiegenden Mehrheit der Gebäude Verdachtsparameter überwiegend nicht nachweisbar waren bzw. zum Zeitpunkt der Probennahme nur in geringen Konzentrationen vorlagen.

In folgenden 9 Kindertageseinrichtungen sind grundsätzlich in Bezug auf die untersuchten Schadstoffparameter keinerlei Nachweise auf Schadstoffbelastungen in der Innenraumluft gegeben: Kiga Talstraße, Kita Ulrichstraße Berkheim, Kita Hirschlandstraße, Kita Diakonissenweg, Kiga Fröbelweg, Kita Einsteinstraße, Kiga Keplerstraße, Kiga Finkenweg und Kiga Schurwaldstraße.

Die Messungen in den 5 Kindertageseinrichtungen Betzgerstraße, Beutauklinge, Frühlingshalde, Färbertörlesweg und Lessingstraße haben ergeben, dass die geprüften Schadstoffe überwiegend nicht nachweisbar waren bzw. nur in sehr geringen Konzentrationen vorlagen. Jedoch wurden unterschiedliche Einzelparameter mit geringen Überschreitungen des Vorsorgewertes bzw. Richtwerts I ermittelt. Die in den Gutachten empfohlenen Maßnahmen (z.B. erhöhter Lüftungs- und Reinigungszyklus) zur Reduzierung der geringfügigen Überschreitungen werden umgehend umgesetzt. Dazu gehören auch Kontrollmessungen unter Normalbedingungen und die zeitnahe Ermittlung der Ursachen für erhöhte Konzentrationen und deren Beseitigung.

Eine Gesundheitsgefährdung kann in allen 14 Kindertageseinrichtungen ausgeschlossen werden. Die Nutzung der Gebäude ist aufgrund der nur geringfügigen Überschreitung weiterhin in allen Einrichtungen uneingeschränkt möglich. Die Träger, die Einrichtungsleitungen und die Eltern wurden schriftlich über die Messergebnisse informiert. Die Gutachten sind auf der städtischen Homepage unter https://www.esslingen.de/pcb eingestellt.

gez. Roland Karpentier

Pressereferent

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