PressemitteilungNummer: 0529Datum: 12/17/2018

Neckaruferpark südlich des Esslinger Bahnhofs soll Realität werden


Neckaruferpark soll Realität werden
Gemeinderat beschließt die nächsten Schritte zur Umsetzung der Vorentwurfsstudie

In seiner Sitzung am 17.12.2018 hat der Esslinger Gemeinderat mit großer Mehrheit grünes Licht für die nächsten Schritte zur Entwicklung des Neckaruferparks am Esslinger Hauptbahnhof gegeben.

Nachdem die Stadt in den letzten Wochen von der Deutschen Bahn Netz AG eine rund 1.9 ha große Fläche des ehemaligen Bahnareals entlang dem Neckarufer zwischen Mündung des Roßneckars und Pliensauturm erwerben konnte, werden nun die nächsten Schritte zur Entwicklung dieser Flächen als Stadtpark eingeleitet. Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger: "Der Park ist ein unverzichtbarer Schritt zur Entwicklung der Neuen Weststadt. Ich freue mich, dass wir hier wohnungsnahe Freizeit- und Erholungsflächen entwickeln und einen attraktiven Zugang zum Neckar schaffen können."

Angetan zeigten sich die Stadträt/innen von der Vorentwurfsstudie des Büros frei raum concept, Sinz-Beerstecher+Böpple, die anschaulich den Stand der Überlegungen zur künftigen Nutzung und Gestaltung des Areals wiedergibt. Naturnah gestaltete Uferpartien, intensiv nutzbare Rasenflächen, attraktive Blickbezüge in die Weinberge, erforderliche Zaunanlagen und Lärmschutzeinrichtungen, extensive, vornehmlich dem Artenschutz dienende Bereiche sind ebenso Bestandteil der Studie wie ein "Neckarbalkon", eine Platzfläche mit Zugang zum Wasser im neckarseitigen Vorfeld der Bahnhofsunterführung. Gerade dieser Bereich benötigt nach Ansicht der Planer dringend eine Aufwertung, um diesen wichtigen Zugang von der Innenstadt zum Fluß für Bürger/innen und Besucher/innen ansprechender zu gestalten.

Nach Rückbau maroder Gebäude und Sanierung der vorhandenen Natursteinmauern, steht mit Priorität die Schaffung von Rad- und Fußwegverbindungen auf dem Gelände an. Vom Pliensauturm her kommend wird es eine Erschließung für das obere Geländeniveau geben, die über eine langgezogene Rampe im Bereich der Mündung des Roßneckars in den Neckarkanal auf das untere Niveau des Uferwegs geführt wird. Ob als kombinierter Rad-/Fußweg oder als Radschnellweg mit begleitendem Fußweg wird im Rahmen der Entscheidung über die Trassenführung des Radschnellwegs von den politischen Gremien zu einem späteren Zeitpunkt noch gesondert zu entscheiden sein. Die Vorentwurfsstudie zeigt dazu 2 Alternativen.

Der Uferweg am Neckar soll wegen der beengten Raumverhältnisse zwischen Flußufer und Mauern weiterhin Fußgängern vorbehalten bleiben und wird in enger Abstimmung mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt durch naturnahe Uferbereiche attraktiver gestaltet. Zusätzlich erschließen schmale Pfade das Gelände und verbinden die beiden Höhenniveaus miteinander.

Mit rund 750 m Länge, 25-40 m Breite und 5-6 m Höhenunterschied zwischen Neckarufer und Niveau der Bahnanlagen ist es eine planerische Herausforderung, das schmale Grundstück für Freizeit- und Erholungsnutzungen zu entwickeln. "Ein Park auf diesen wohnungsnahen Flächen bietet eine enorme Chance für die Weststadt und ihre Bewohner/innen", beurteilt Esslingens Erster Bürgermeister Wilfried Wallbrecht die Situation. "Ich bin froh, dass nach dem Erwerb der Flächen von der Bahn nun mit der fortschreitenden baulichen Entwicklung der Neuen Weststadt auch die Freiraumentwicklung zügig angegangen werden kann", so Wallbrecht.

Im nächsten, nun vom Gemeinderat beschlossenen Schritt, wird über ein - bei derartigen Projekten vorgeschriebenes - Ausschreibungsverfahren zunächst ein Planungsbüro ausgewählt, das die Vorentwurfsstudie bis Ende 2019 zum konkreten beschlussfähigen Planentwurf weiterentwickelt. Parallel können weitere Vorarbeiten vorangetrieben werden.

Rückfragen:
Grünflächenamt, Burkhard Nolte, 3512-2495, burkhard.nolte@esslingen.de



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