Redemanuskript

Thema / Anlass:Einweihung Gesundheitscampus Hochschule Weststadt
Datum:11/08/2017
Zeit:10:00 AM
Ort:Hochschule Weststadt
Redner:Herr OB Dr. Zieger

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

liebe Gäste,

ich begrüße Sie ganz herzlich zum Festakt zur Einweihung des Gesundheitscampus Tübingen-Esslingen. Zusammen mit der medizinischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und dem Universitätsklinikum Tübingen will die Hochschule Esslingen mit ihrer Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege dieses besondere Projekt angehen. Die Partner werden gemeinsam neue berufsqualifizierende Studiengänge für Gesundheitsberufe einrichten. Der Gesundheitscampus wird hier in der Esslinger Weststadt, dem Standort der künftigen Hochschule, angesiedelt sein.

Wir feierten ja bereits am 20. Oktober 2017 das 100-jährige Bestehen der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege. Wie kaum eine andere Disziplin stellt der Fachbereich die tief greifenden Veränderungen in der Gesellschaft dar.

Bis zum Jahr 2018 soll die Fakultät auf 13 Studiengänge anwachsen. Der Fachbereich wächst vor allem deshalb, weil die Hochschule Esslingen mit anderen Einrichtungen kooperiert. Unsere Stadt profitiert in besonderem Maße von einer renommierten Hochschule. So können nicht nur viele Fachkräfte vor Ort ausgebildet werden, sondern viele junge Menschen leben während des Studiums auch in Esslingen und einige von ihnen bleiben in der Folge in der Stadt. Von hier aus haben schon viele erfolgreiche Karrieren begonnen. Die Stadt Esslingen, als ein großer Arbeitgeber für Sozialberufe, profitiert im Besonderen davon.

Die Hochschule trägt aber auch zu einem sehr positiven Renommee der Stadt Esslingen bei. So ist die Hochschule international bekannt und sehr gut vernetzt. Die Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege trägt mit ihren umfangreichen Forschungsprojekten dazu bei, dass künftige Weichen im Sozialwesen gestellt werden können.

Studierende verleihen einer Stadt besonders ein positives modernes Image. Sie sind Treiber für die kreative Entwicklung eines Stadtviertels oder gar einer ganzen Stadt. Zusammen mit den Wissenschaftlerinnen sind sie eine Bereicherung des geistig-kulturellen Klimas einer Kommune.

Die Hochschulen sind als Orte von Bildung, Wissenschaft und Forschung ein bedeutender Teil der kommunalen Bildungslandschaft. Sie sind darüber hinaus ein wichtiger Standortfaktor. Schließlich prägen und bereichern studentisches Leben, Innovation und Kreativität die Stadtgesellschaft und das Klima in den Städten. Die Städte und ihre politischen Entscheidungen zur Stadt-und Sozialentwicklung, Wirtschafts- und Verkehrsinfrastruktur oder zum Wohnungsangebot beeinflussen umgekehrt die Entwicklungsmöglichkeiten und -potenziale der Hochschulen.

Der Gesundheitscampus ist ein entscheidender innovativer Schritt und eine große Chance, sich im Bereich Gesundheit durch die Kooperation mit der Uni Tübingen zu profilieren. Diese Professionalisierung von Sozialer Arbeit, Gesundheit, Pflege und Kindererziehung steht im Fokus und dieser Fachbereich ist ein Spiegel der Gesellschaft. Vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft bestehen beim Thema Gesundheit Herausforderungen, die die klassische Schulmedizin alleine nicht bedienen kann. Umso mehr danke ich allen, die zum Gelingen des Gesundheitscampus hier in der Weststadt beigetragen haben. Ich wünsche dem Gesundheitscampus eine erfolgreiche und dynamische Entwicklung mit vielen zukunftsweisenden gesundheits- und gesellschaftspolitischen Impulsen für uns alle.

Besten Dank!