Redemanuskript

Thema / Anlass:Verabschiedung von Pfarrer Nagel in St. Albertus Magnus
Datum:07/17/2011
Zeit:04:00 PM
Ort:St. Albertus Magnus, Oberesslingen
Redner:OB Dr. Zieger

Es gilt das gesprochene Wort
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Rede von Herrn OBM Dr. Jürgen Zieger zur Verabschiedung von Herrn Pfarrer Nagel beim Festgottesdienst in St. Albertus Magnus


Begrüßen:
Dekan Paul Magino
Dekan Bernd Weißenborn
die stellvertretenden Vorsitzenden der Kirchengemeinderäte, St. Albertus: Ulrich Röhrle und
Zell: Willi Marzini
Gemeinderäte, evtl. Abgeordnete


Lieber Herr Pfarrer Nagel,

vor fast genau 3 Jahren, am 12.07.2008, durfte ich anlässlich Ihres 40-jährigen Weihejubiläums, das Sie in festlichem Rahmen begehen konnten, hier sprechen. Nun beenden Sie – ich meine sagen zu dürfen nach einigem Anlauf, war doch die Verabschiedung schon im Februar 2011 terminiert, da Sie zum 31.12.2010 in Ruhestand treten wollten, Ihre erfolgreiche Priester-Tätigkeit in der Gemeinde St. Albertus Magnus.

Seit 1996, also 15 Jahre wirken Sie nun hier in Oberesslingen und sind auch für Sirnau und Zell zuständig. Sie waren in der Gesamtkirchengemeinde stellvertretend für Dekan Paul Hildebrand tätig, nach dessen Weggang im Februar 2009 hatten Sie zusätzliche Verantwortung zu tragen. Vor allem der Vorsitz im Gesamtkirchengemeinderat und im geschäftsführenden Ausschuss hat Sie sicherlich gefordert.

Nun mit bald 70 Lebensjahren werden Sie die Gemeinde definitiv verlassen – ich glaube Sie sind schon nach Bad Cannstatt umgezogen.

So möchte ich Ihnen heute sehr herzlich danken für die umsichtige Leitung Ihrer Kirchengemeinde. Ich habe eine hohe Wertschätzung für das Wirken der Kirchengemeinden und ihrer verantwortlichen Mitarbeiter im Haupt- und Ehrernamt. Sie bieten Orientierung und schaffen Bindungen, die ein gutes Miteinander in unserer Stadtgemeinschaft erst möglich machen. Das zieht sich durch alle Lebenslagen. Sie kümmern sich schon um Kleinkinder, sorgen für Kranke und Pflegebedürftige, sind in der Weiterbildung tätig und haben vielfältige Angebote zur Unterstützung der Familien. Und Sie haben in Ihren Gemeinden einen sehr genauen Blick darauf, welche Entwicklungen in den Stadtteilen laufen, wo Familien Unterstützungsbedarf haben, wo Einsamkeit, Armut oder Erziehungsprobleme thematisiert und Lösungsangebote erarbeitet werden müssen.

Ich bin dankbar für das vielfältige Engagement der Kirchengemeinden und nun wieder im Besonderen eben auch hier in Oberesslingen. Das hat immer auch unmittelbar mit der Haltung und den Einstellungen der verantwortlichen Personen zu tun. Sie, lieber Herr Pfarrer Nagel, haben in alle den Jahren Ihre Gemeinde geprägt, geführt und in einem lebendigen Miteinander Orientierung gegeben. In zahlreichen Gruppen finden Menschen ihren Neigungen entsprechend eine Aufgabe, bringen sich ein, leben Gemeinschaft oder präsentieren ihre Talente. Vom Bastelkreis über Besuchsdienste, über Ministranten und Sternsinger, die Thatergruppe bis zum Kirchenchor. Ja sogar einen eigenen Verein zur Förderung der Orgel (und deren Pflege) und Kirchenmusik haben sie. Die regelmäßigen Konzerte in diesem schönen Kirchengebäude haben Tradition und werden aus der ganzen Stadt und darüber hinaus besucht. Gerade diese Konzerte waren Ihnen ein besonderes Anliegen, Sie gelten als Freund und Förderer und haben damit das kulturelle und musikalische Leben in unserer Stadt bereichert.

(Dafür darf ich auch Ihnen, Herr Dieter Speck, als langjährigem Vorsitzenden und Ihnen, Herr Wolfgang Haussmann, als Dirigent und Geschäftsführer sehr herzlich danken. ?)

Nicht zu vergessen die Montagsmaler – eine Gruppe, die sich hier um das Gemeindezentrum kümmert und handwerklich begabten Männern, vielleicht sind aber auch Frauen dabei? , ein Betätigungsfeld bieten. Und nicht zuletzt möchte ich Ihre Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen und die gute Kooperation mit der evagelischen Kirchengemeinde und die in Oberesslingen gelebten Ökumene nicht unerwähnt lassen.

Lieber Herr Nagel, Sie waren in all den Jahren vielfältig gefordert, Sie haben sich allen Anforderungen gestellt. Sie hinterlassen ein bestelltes Feld. Ich hoffe sehr, dass sich die von der Diözese Rottenburg vorgesehene teilweise Wiederbesetzung und die sich ständig weiterentwickelnde Organisationsstruktur der katholischen Kirche im Stadtgebiet Esslingen zum Vorteil der Gemeindemitglieder in der Stadt gestalten wird.

Sie werden dies mit einigem Abstand sicher weiterhin beobachten. Ich wünsche Ihnen jedenfalls eine gute Zeit in Stuttgart-Bad Cannstatt, viel Kraft, Gesundheit und viele neue gute Erfahrungen im neuen Lebensabschnitt. Ganz herzlichen Dank für Ihr langjähriges erfolgreiches Wirken hier in unserer Stadt.